Viel Geld für Außerfernbahn

Ostallgäu/Reutte | mar | Einer großen Baustelle gleicht derzeit der Bahnhof Reutte: neue Gleise und Weichen werden gelegt, Bahnsteige errichtet und neue Masten für die Oberleitungen errichtet. 4,4 Millionen Euro kostet der Umbau, der noch bis zum Oktober dauert.

Der Bahnhofsumbau ist Teil einer konzertierten Aktion von Deutscher Bahn (DB) und Österreichischer Bundesbahn (ÖBB) zur Modernisierung der Außerfernbahn von Kempten über Pfronten und Reutte nach Garmisch-Partenkirchen. 'Das ist ein Zeichen der guten Zusammenarbeit, das in einem Zug zu machen', so Rene Zumtobel, Pressesprecher der ÖBB für den Bereich Tirol und Vorarlberg. Sein Unternehmen und das Land Tirol investieren alleine rund sechs Millionen Euro in die Modernisierung.

Noch bis zum 19. August dauern die Arbeiten an Schwellen, Gleisen und Weichen. So werden in den bayerischen Abschnitten zwischen Griesen und Garmisch-Partenkirchen sowie ab 7. August zwischen Kempten und Pfronten auf insgesamt 5,5 Kilometern neue Gleise gelegt und ihr Bett stabilisiert.

Im Tiroler Abschnitt werden sechs mittlerweile fast 100 Jahre alte Eisenbahnbrücken mit einer Länge zwischen drei und 27 Metern im Bereich Musau, Bichlbach und Ehrwald durch neue, geräuschärmere ersetzt. Die größte Stahlbrücke, die 27 Meter lange Loisachbrücke an der Grenze zum oberbayerischen Griesen, muss aufgrund ihres Gewichts von mehr als 80 Tonnen sogar geteilt werden. Zwei schienengebundene Spezialkräne sind im Einsatz, die Lasten von bis zu 120 Tonnen heben können.

Stufenfreier Zustieg

Im Bahnhof Reutte werden neue, fünf Meter breite und von 160 auf dann 200 Meter verlängerte Bahnsteige errichtet. Sie werden zudem auch 55 Zentimeter erhöht, um einen stufenfreien Zustieg zu den Zügen zu erlauben. Am Bahnsteig selbst wird ein witterungsgeschützter und transparenter Wartebereich mit Sitzplätzen errichtet. Sogar die Bahnhofsuhr, die Lautsprecheranlagen und das Leitsystem werden erneuert. Genutzt wird die Streckensperre zudem, um die Sicherheitstechnik im Klausen- sowie Lermooser Bahntunnel zu erneuern.

Für die nächsten Jahre kündige ÖBB-Sprecher Zumtobel weitere Investitionen in die Außerfernbahn an. Insgesamt werden das Bahnunternehmen und das Land Tirol 55 Millionen Euro in Gleise, Bahnhöfe und Übergänge investieren. Unter anderem soll am Bahnübergang auf der von Allgäuer Autofahrern stark frequentierten Zufahrt zum Gewerbegebiet Vils eine Schrankenanlage errichtet werden.

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