Viel Falterei und wenig Helfer

Marktoberdorf/Ostallgäu | dec | Auf Hochtouren laufen derzeit in den Städten und Gemeinden die Vorbereitungen für die Kommunalwahlen am 2. März. Auch im Marktoberdorfer Rathaus sind die Mitarbeiter mächtig eingespannt. 'Wir stecken seit Sommer letzten Jahres in den Wahlvorbereitungen', sagt Florian Budschied. Er betreut als Angestellter der Stadt die Wahl im Rathaus.

Wählen darf, wer im Verzeichnis steht

Die Wahlkarten sind bereits verschickt - auf Kosten der Stadt sogar zweimal wegen eines Problems beim Druck (wir berichteten). Versandt werden sie laut Budschied bereits rund vier Wochen vor der Wahl. Daher entscheidet letztlich nicht, wer eine Wahlkarte hat, sondern wer am 2. März im Wählerverzeichnis steht. Wer also keine Wahlkarte erhalten hat, darf unter Vorlage seines Ausweises trotzdem wählen. Bis 15. Februar kann jeder Bürger beim Bürgerbüro erfragen, ob er im Wählerverzeichnis steht.

Derzeit liegt die Zahl der Wahlberechtigten in Marktoberdorf bei 13 864 - 'plus, minus ein paar Zu-, Wegzüge oder Todesfälle bis zum Wahltag', sagt Budschied. Auch durch einen Richterspruch kann jemand sein Wahlrecht verlieren.

Viel Arbeit macht das Mobilisieren der Wahlhelfer. 20 bis 25 fehlen laut Budschied noch. Er kann aus einer Liste mit 500 bis 600 Adressen schöpfen. 'Aber meistens sind es die Gleichen', sagt er. Acht Helfer werden in jedem der 27 Wahllokale benötigt. Sie zu finden, sei immer ein Problem. Wahlhelfer kann jeder werden, der wählen darf.

Mit Wahlkarten und -helfern ist es aber nicht getan. Auch die Dokumente für die Briefwahl müssen verschickt werden. Budschied kalkuliert mit rund 1800 Briefwählern. 'Hoffentlich werden es nicht mehr', sagt er. Denn das Verpacken der Unterlagen sei aufwendig. Da heißt es für alle Mann (Frau) vor allem falten, denn der überdimensionale Wahlzettel für den Kreistag und der für den Stadtrat passen sonst nicht ins Kuvert. Ersterer kann gerade so durch den Schlitz der Wahlurne gestopft werden.

Auch die Technik muss passen. Pro Wahllokal sind zwei Computer nötig. Die Stadt arbeitet wie bereits bei der Kommunalwahl 2002 mit privaten Rechnern ihrer Wahlhelfer. 'Wir fragen gerade ab, was an entsprechenden Laptops vorhanden ist', so Budschied. Die Computer erleichterten das Auszählen der Stimmen am Wahltag ungemein.

Auf diese technische Hilfe setzt auch das Landratsamt Ostallgäu in diesem Jahr verstärkt. Früher gaben die Gemeinden die Wahlergebnisse laut Kreiswahlleiter Ralf Kinkel per Telefon durch. Das entfällt weitgehend. Stattdessen sind die Gemeinden über einen Server direkt mit dem Landratsamt verbunden, wo circa acht Personen die Wahl koordinieren. Derzeit sind im Ostallgäu 104 201 Wahlberechtigte gemeldet. Wie viele Briefwähler darunter sind, kann Kinkel noch nicht sagen.

In der Vorbereitungsphase war das Team der Landkreiswahlleitung überwiegend mit der Beratung der Gemeinden, Beantwortung von Fragen zur Wahl, Zulassung der Wahlvorschläge und Zusammenstellung der Stimmzettel befasst. Probleme gab es laut Kinkel nicht.

Im Internet gibt es Informationen zur Wahl unter www.ostallgaeu.de/kommunalwahl.html. Dort ist am Wahltag auch ein regelmäßig aktualisiertes Ergebnis abrufbar.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen