Rieden am Forggensee
Veteranen finden keinen Vorsitzenden

84 Mitglieder zählt der Veteranen- und Reservistenverein - doch niemand will den Vorsitz übernehmen. Die Wahlen des Vorstands mussten abgebrochen werden, da sich kein Kandidat zur Verfügung stellte. Nun soll bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende November ein Kandidat gefunden werden - andernfalls drohe die Auflösung des Vereins, hieß es.

Mit einem Gottesdienst und der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal beging der Verein sein traditionelles Veteranenfest. Pfarrer Hans Ulrich Schneider erinnerte an die unmenschlichen Gefahren, die von Kriegen ausgehen. Er appellierte an die Verantwortlichen, im gemeinschaftlichen Einsatz für Frieden und Versöhnung innerhalb der Völker nicht nachzulassen. «Die Verantwortung für die Schöpfung und die Achtung der Rechte jedes Einzelnen sind unverzichtbare Regeln im Leben miteinander», so der Geistliche. Vor dem Ehrenmal erinnerte Vorsitzender Reinhold Lindner an die vielen Gefallenen beider Weltkriege: «Sie waren jung und hatten das Leben noch vor sich. Sie sind Opfer geworden von Menschen, die machtgierig und dem Größenwahn verfallen waren.»

Beim anschließenden Treffen standen Neuwahlen an. Dabei fand sich aber kein Nachfolger für den bisherigen Vorsitzenden Reinhold Lindner, der sich nach 14 Jahren im Amt nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Seine Bemühungen, im Vorfeld einen neuen Vorsitzenden zu finden, waren genauso vergebens wie der Appell des Wahlleiters Albert Dolesch, der noch innerhalb der Versammlung versuchte, einen Nachfolger zu finden. Der restliche Vorstand - vom zweiten Vorsitzenden bis zu den Beisitzern - hatte signalisiert, dass er sich wieder zur Verfügung stellt. So blieb Wahlleiter Dolesch und Vorsitzender Lindner nichts anderes übrig, als die Neuwahlen zu vertagen. Voraussichtlich am 27. November 2009 wird zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammengerufen.

Bis dahin solle nochmals versucht werden, einen Vorsitzenden nominieren zu können. Ist auch dieser Versuch erfolglos, steht die Auflösung des Vereins im Raume. Bis dahin wird der bisherige Vorsitzende Reinhold Lindner den Verein kommissarisch führen. Zuvor hatte er seine vergeblichen Bemühungen geschildert und frustriert festgestellt: «Ich habe 14 in meinen Augen prädestinierte Personen für diesen Posten kontaktiert. Entweder es wurde gleich abgewunken oder ich wurde mit einem müden Lächeln bedacht. Das hat mich nicht nur geärgert, sondern auch traurig gemacht».

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