Sanierung
Verputzt, verblecht, vernagelt

Zimmerer, Maler, Spengler, Restauratoren, Schlosser, Blitzschutztechniker und Statiker. Alle waren sie daran beteiligt. Alle haben sie hart gearbeitet. Ein halbes Jahr lang. Jetzt ist er fertiggestellt. Der Kirchturm in Lindenberg erstrahlt wieder in neuem Glanz.

Während ursprünglich nur Putzschäden beseitigt werden sollten, musste letztendlich der gesamte Turm restauriert werden. Als Experten im Herbst vergangenen Jahres den Zustand des Bauwerks genauer unter die Lupe nahmen, stellte sich heraus, dass es dort noch einige weitere Schwachstellen gab. «Das Gebälk in der Zwiebelkuppel war zum Teil schon fast zerbröselt», erinnert sich Kirchenpfleger Arthur Salger. «Der Kirchturm stammt aus dem Jahr 1870. In der Verblechung fanden wir sogar noch Einschusslöcher aus dem Krieg. Das musste alles erneuert werden.»

Da die Anbringung eines Gerüstes nicht gerade billig gewesen sei, wurde dieses gleich für Arbeiten, die nicht dringend notwendig waren, mitgenutzt - so wie etwa die Installation eines neuen Ziffernblattes an der Kirchturmuhr.

Stück für Stück

Geplant war die Renovierung schon lange. Nachdem der hartnäckige Winter und das Bezirksmusikfest vorüber waren, stürzten sich Mitte Mai dieses Jahres alle Beteiligten in die Arbeit. Stück für Stück wurde die gesamte Kuppel renoviert.

«Die Handwerker mussten Hand in Hand arbeiten und alles miteinander abstimmen, damit immer nur ein Teil des Turmes offen lag», berichtet Salger. Die Kooperation sei jedoch «hervorragend» verlaufen, was, laut Kirchenpfleger, nicht zuletzt an der guten Planung des Architekten lag.

Überhaupt hat Arthur Salger allen Grund, zufrieden zu sein. Nicht nur die Bauarbeiten sind reibungslos verlaufen. Auch bei den Kosten gab es keine unangenehmen Überraschungen. 160000 Euro waren zu Beginn veranschlagt worden. Letztendlich wird es vermutlich auf rund 150000 Euro hinauslaufen, meint Salger. Davon übernehme 60 Prozent die Diözese Augsburg, zehn Prozent die Stadt Buchloe. Den Rest der Kosten muss die Pfarrei St. Georg und Wendelin selbst übernehmen, wobei man auf Spenden hoffe, so Salger.

Inzwischen fällt der Kirchturm mit der glänzenden, brandneuen Kupferkuppel jedem auf, der seinen Blick gen Lindenberg richtet. Noch. «In ein paar Jahren», erklärt Salger, «wird sich die Farbe erst ins Grünliche verändern und dann schließlich - so wie früher - wieder braun werden.» (tes)

Spenden für die Sanierung des Kirchturms können eingezahlt werden bei der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu, Bankleitzahl 73460046, Kontonummer 303600300.

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