Vizemeister
Verpasste Meisterschaft tut weh: SV 29 Kempten verliert Titel in der B-Klasse nach 0:8-Klatsche am letzten Spieltag gegen SW Sonthofen

Er war nur kurz da, aber er hat bleibenden Eindruck hinterlassen. Salvatore Sanguedolce (42) war nur ein Jahr Trainer des SV 29 Kempten. Doch unter seiner Regie hat der Verein aus der Eich den sofortigen Wiederaufstieg in die A-Klasse geschafft. Zum Meister hat es nicht gereicht.

Im letzten Saisonspiel kassierten die Eisenbahner zu Hause eine 0:8-Klatsche gegen den FC SW Sonthofen, der sich damit den Titel in der Fußball-B-Klasse 6 holte. Klar ware ein Meisterwimpel geeignet gewesen, das Sportheim zu zieren. Aber letztlich ist der SV 29 froh, aus der Niederung des lokalen Fußballs wieder eine Treppe nach oben geklettert zu sein. Sanguedolce wird sein Werk nicht fortsetzen. Sein Nachfolger steht schon fest: Es wird Daniel Elijas (FC 07 Immenstadt).

Saison

Hohepunkte waren die kuriosen Ergebnisse: Das 0:8 gegen den FC SW Sonthofen in negativer Hinsicht am letzten Spieltag und in positiver Hinsicht das 9:0 zu Hause am funftletzten Spieltag gegen den TSV Missen-Wilhams. Die Gaste hatten bis zu dieser Partie noch die Chance aufzusteigen. Doch nach dem Kantersieg war stattdessen dem SV 29 der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Sanguedolce hat passable Erklarungen fur diese erstaunlichen Resultate: "Missen ist zu uns stark ersatzgeschwacht gekommen und stand zum Schluss nur noch zu Acht auf dem Platz. Ich konnte mich gar nicht so richtig freuen und will dieses Spiel nicht uberbewerten."

Gegen Sonthofen am letzten Spieltag war es so: "Wenn man die gesamte Saison bis auf einen Spieltag ganz oben steht, dann will man sich auch die Krone holen. Aber ausgerechnet am letzten Spieltag war bei uns dann die Luft raus. Wir hatten - ahnlich wie zuvor Missen - viele angeschlagene Spieler. Letztlich hat es weh- getan, nicht Meister zu werden." Mit ein wenig Wehmut musste der SV 29 auch abschreiben, die 100-Tore-Marke zu knacken. Ein einziger Treffer in der letzten Begegnung gegen den FC SW Sonthofen hatte schon gereicht.

Trainer

Salvatore Sanguedolce wurde auf Pantelleria, einer Insel zwischen Sizilien und Tunesien, geboren. "Aber aufgewachsen bin ich in Allgauer Dorfern", sagt er. Er ist kein gluhender Fan irgendeines Klubs. "Ich liebe guten Fußball", sagt Sanguedolce. Und wenn der AS Rom gewonnen hat, stort es ihn ganz und gar nicht. Auch Borussia Dortmund zu Zeiten von Jurgen Klopp habe ihm gut gefallen. Nur: Als Fan will er sich nicht bezeichnen, eher als Sympathisant. Beruflich bedingt verzichtet er vorerst auf Fußball. "Ich werde die Lage sondieren", sagt er. Derzeit habe der Job den Vorrang, aber nicht fur alle Zeiten. Sanguedolce: "Ich bin fußballbesessen."

Schlusselspieler

Sanguedolce: "Die zweite Mannschaft war unsere Stutze. Sie hat oft in der Ersten ausgeholfen." Kreativkopf, bester Torschutze und Kapitan war Christopher Buchholz. Motor und Antreiber im Mittelfeld: Michael Pickert.

Aussicht

Sanguedolce glaubt, dass der SV 29 Kempten gute Chancen hat, sich in der A-Klasse zu behaupten. "Die Mannschaft muss sich aber schnell an das hohere Tempo gewohnen. Es geht um den Klassenerhalt. Alles andere ist Kase."

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