Weiler / Kressbronn
Vermisster Segler vermutlich ertrunken

Erfolglos ist die Suche nach einem 66-jährigen Segler verlaufen, der am Sonntagabend nach einem Wendemanöver auf dem Bodensee bei Kressbronn ins Wasser gefallen war. Er ist vermutlich ertrunken. Die Aktion wurde abgebrochen. «Es macht keinen Sinn, weiter zu suchen. Wir müssen davon ausgehen, dass er tot ist», sagte ein Polizeisprecher. Beteiligt an dem Einsatz vor dem Ufer von Kressbronn waren auch einige Taucher der Wasserwacht Weiler, die die größte Tauchgruppe im Landkreis Lindau stellt.

Nach der Alarmierung fuhren 19 Mitglieder der Wasserwacht Weiler sofort an den Bodensee, um bei der Suche nach dem Vermissten zu helfen, davon acht Taucher und acht Leinenführer. «Wir werden immer angefordert, wenn auf dem Bodensee Rettungstaucher gebraucht werden», berichtet Dietmar Kaiser, der diesmal die Einsatzleitung der Wasserrettung innehatte. Doch trotz mehrstündiger Suche konnte der vermisste Segler nicht gefunden werden. «Nichts. Keine Spur», fasst Kaiser zusammen.

Der 66-Jährige aus Kressbronn ging laut Zeugenaussagen rund 600 Meter vor dem Ufer über Bord seiner Segeljolle. Vermutlich hatte er keine Schwimmweste getragen und war daraufhin offenbar schnell untergegangen. An der Unglücksstelle ist der Bodensee rund 80 Meter tief. Anfängliche Informationen, wonach das Boot gekentert sei, sind ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zufolge nicht zutreffend.

An der Suche waren ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und ein Rettungshubschrauber sowie insgesamt acht Boote der Wasserschutzpolizei, des DLRG und der Bayerischen Wasserwacht (neben Weiler auch Lindau und Nonnenhorn) beteiligt. Auch eine neuerliche Suchaktion am Montagvormittag mit dem Polizeihubschrauber und drei Booten der Wasserschutzpolizei verlief erfolglos. Hierbei suchten die Boote eine Fläche von rund zwölf Quadratkilometern um die Unglückstelle ab.

Für die Wasserwacht Weiler, die über eigene Hochwasserboote und einen Anhänger mit Tauchausrüstung für bis zu zehn Personen verfügt, war es heuer laut Kaiser der «zweite oder dritte» Einsatz auf dem Bodensee. Das ist verhältnismäßig wenig: «Es waren auch schon 15 im Jahr», ergänzt er.

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