Legau
«Verkehrssicherheit wird aufs Spiel gesetzt»

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Der geplante Ausbau des bisherigen Geh- und Radwegs von der Umweltstation in Legau bis zum Sportplatz hat beim Leserstammtisch unserer Zeitung für Diskussionsstoff gesorgt. August Gerblinger befürchtet, dass nach einer Sanierung der Weg für den öffentlichen Verkehr und somit auch für Autos freigegeben wird. «Damit setzt man die Verkehrssicherheit für die Bürger aufs Spiel.» Bürgermeister Franz Abele entgegnete, dass sich der Weg in einem «desolaten Zustand befindet» und diese Ausbaumaßnahme im Gemeinderat eine deutliche Mehrheit gefunden hatte.

Das Projekt könnte zudem mit Fördermitteln des Amtes für ländliche Entwicklung bezuschusst werden. Wenn sich schon eine solche Gelegenheit biete, sollte man diese Maßnahme auch durchführen, so der Gemeindechef. Auch der landwirtschaftliche Verkehr würde davon profitieren. «Wenn dann eine solche Maßnahme mit öffentlichen Geldern finanziert wird, muss der Weg auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein», erklärte Abele.

Auf Kritik stieß der Ausbau auch bei Edmund Haug. «Es ist für mich unverständlich, dass der Weg nun wieder zugeteert wird.» Seiner Meinung nach werden die Autofahrer künftig den Vorrang vor den Radfahrern und Fußgängern haben. Darüber hinaus würden gerade Kinder und Jugendliche diese Strecke oft nutzen. Als Beispiel nannte er die Aktion «Ökotopia» an der Umweltstation, an der in diesem Jahr über 200 Kinder teilgenommen hätten.

Franz Abele verwies im Gegenzug auf die Diskussion über eine ähnliche Maßnahme im vergangenen Jahr im Witzenberger Weg. Der Ausbau sei mittlerweile auf überwiegend positive Resonanz gestoßen, auch der Verkehr habe nicht zugenommen. «Hier haben wir die Bedenken ausgeräumt.» Auch könne der Weg im Winter für Fußgänger wieder geräumt werden. «Bei einem unbefestigten Untergrund ist das nicht möglich», erklärte Abele.

Konrad Veit, der auch Mitglied des Legauer Gemeinderates ist, erklärte, dass der Weg auf eine Breite von drei Metern ausgebaut wird. «Für einen richtigen Autoverkehr würde man auf jeden Fall 4,50 Meter benötigen.» Zudem seien Ausweichmöglichkeiten für Fußgänger entlang der Strecke geplant.

August Gerblinger bezog sich seinerseits auf eine Stellungnahme des Bundes Naturschutz. Dabei seien seiner Meinung nach die Einwände vom Gemeinderat nicht berücksichtigt worden. Laut Abele sei der Inhalt des Antrags in die Diskussion des Gemeinderates sehr wohl mit einbezogen worden. «Wir haben die Stellungnahme ganz normal behandelt.» Die Entscheidung für einen Ausbau sei dennoch eindeutig ausgefallen.

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