Gericht
Vergewaltigung: Feldkircher Bürgermeister freigesprochen

Mit einem Freispruch ist gestern der Vergewaltigungsprozess gegen den Feldkircher Bürgermeister Wilfried Berchtold (ÖVP) zu Ende gegangen. Das Oberhaupt der zweitgrößten Stadt im österreichischen Bundesland Vorarlberg stand vor dem dortigen Gericht, weil er seine ehemalige Geliebte - eine Parteikollegin - vergewaltigt haben sollte.

Laut Anklage waren der verheiratete, vierfache Familienvater und die Frau auf einer Klausurtagung der ÖVP Feldkirch im November 2009. Dort sollen sie sich im Hotelzimmer des Angeklagten getroffen haben, wo es zu sexuellen Handlungen kam. Die Frau gab vor Gericht an, klar Nein gesagt und sich gewehrt zu haben. Der Bürgermeister dagegen sprach von «leidenschaftlichem Sex ohne Zwang».

Richterin Claudia Egger begründete das Urteil damit, dass für Berchtold beim Geschlechtsverkehr mit seiner ehemaligen Geliebten «die Unfreiwilligkeit nicht erkennbar» gewesen sei. Da nicht alle Bedenken hätten ausgeräumt werden können und der Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» zu gelten habe, «musste ein Freispruch erfolgen», sagte Egger.

Der 56-jährige Berchtold, der seit 1991 Bürgermeister in Feldkirch ist, gab an, im Amt bleiben zu wollen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (az, us)

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