Rückholz / Ostallgäu
Vergessene Wanderwege im Wertachtal reaktivieren

Gemeindeübergreifend die Weichen für eine sanfte, naturbezogene Erholung im Wertachtal stellen - etwa durch zusätzliche Angebote für Wanderer: Dieses Ziel verfolgen derzeit mehrere Gemeinden entlang des Flusses. Bei einem Workshop im Rahmen des regionalen Entwicklungsprogramms für den Landkreis Ostallgäu wurde vor kurzem über ein entsprechendes Entwicklungskonzept nachgedacht.

Aus Sicht der Gemeinde Rückholz bietet das Thema mehrere denkbare Ansätze, wie Bürgermeister Xaver Boos jüngst im Gemeinderat erläuterte. Schließlich ist das Wertachtal an der Westgrenze der Gemeinde in der gesamten Länge betroffen. Das gesamte Areal entlang des Flusses ist über die Gemeindegrenzen hinweg als FFH-Fläche (Fauna, Flora, Habitat) ausgewiesen - ein Areal also, in dem gemäß EU-Richtlinie wildlebende Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräume unter besonderem Schutz stehen.

Bisher besteht im Rückholzer Bereich des Wertachtals ein Wanderweg zur «Krummen Steig». Denkbar wäre laut Boos eine Ergänzung um die drei folgenden Angebote - wobei den Räten bewusst war, dass die Kosten für die Umsetzung dieser Ziele anteilig durch die Gemeinde finanziert werden müssen:

l Ergänzung des Wanderwegs «Krumme Steig»: Dazu gehört die Errichtung eines Waldspielplatzes an der Wertach bei der «Krummen Steig» mit naturnahen Klettergerüsten, Grillmöglichkeit, einer einfachen Seilbahn über die Wertach sowie Spielmöglichkeiten in einem seichten Seitenarm der Wertach.

Auch die Anlage eines Pfades von der «Krummen Steig» rund 300 Meter entlang der Wertach inklusive Aufstieg über einen bestehenden Waldweg nach Kessa (Rundweg bis Rückholz) sowie ein Wanderweg von der «Krummen Steig» über die Wertach nach Wildberg wurden als weitere Maßnahmen genannt.

l Schaffung eines Erlebnischarakters für die steilen Wertachhänge bei Hirschbühl:

Dies beinhaltet die Wiederherstellung des alten Wanderweges nach Bachtel. Westlich Hirschbühl befinden sich heute noch Betonfundamente einer ehemaligen Hängebrücke über die Wertach. Auf bestehenden Waldwegen wäre der Abstieg zur Wertach möglich, die Hängebrücke müsste aber neu errichtet werden. Am Steilhang der Wertach könnten zudem Tafeln über die «Holzbewirtschaftung in Steilhanglagen einst und jetzt» informieren. Die Wanderwege auf der gegenüberliegenden Seite bestehen noch.

l Wiederherstellung des «Reitweges» in ganzer Länge:

Hintergrund: Von der Wertachbrücke südlich der «Fischersäge» zweigt ein alter Wanderweg in Richtung Rückholz ab. Dieser Weg verläuft in den Waldteilen der Wertachhalde und müsste nur über eine Wiese (Länge rund 100 Meter) neu angelegt werden. Dieser Weg war früher für die Fußgänger der kürzeste Weg von Rückholz nach Maria Rain und wurde im Volksmund als «Reitweg» bezeichnet.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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