Kartenspiel
Verein Mundart Allgäu präsentiert ein Quartett mit Oberallgäuer Gemeinden

'Das spiel’ ich gleich mit meiner Schwester', sagt die neunjährige Lisa und lässt die 29 Karten in ihrem Plastikschächtelchen klacken. Der achtjährige Hannes ist überzeugt: 'Damit kann ich auch mit meiner Oma karteln. Die kennt sich zwar gut aus, aber ich hab trotzdem eine Chance.'

Die Rede ist vom neuen Kartenspiel, das der Förderverein "Mundart Allgäu" jetzt in der Rettenberger Grundschule vorgestellt hat - und Lisa, Hannes sowie ihre Klassenkameraden der 3b haben es sofort getestet.

In einem kleinen Theaterstück präsentieren die Drittklässler Afra und Florian den Gästen anhand von lebenden Karten, wie das Spiel funktioniert: 'Einwohnerzahl 3200 ist höher. Burgberg, du kommst zu mir', sagt Afra. Von allen 28 Gemeinden und Städten sowie dem Landkreis Oberallgäu selbst sind jeweils verschiedene Kategorien aufgeführt. Die Karte, die in der ausgewählten Kategorie die höhere Zahl hat, sticht.

Wie schnell man eine Runde verlieren oder gewinnen kann, erfahren auch gleich die Bürgermeister Anton Klotz (Haldenwang) und Oliver Kunz (Rettenberg). Anhand ihrer Gemeinden machen sie die Probe und stellen fest: Rettenberg sticht Haldenwang. Denn in allen Kategorien liegt das Brauereidorf vorne.

'Das Quartett ist eine wunderbare Ergänzung für den Heimat- und Sachunterricht', findet Rettenbergs Schulleiterin Anita Scherm. 'Kinder können damit spielerisch den Landkreis kennenlernen.'

Das ist laut Simon Gehring, Vorsitzender von 'Mundart Allgäu', eines der Ziele des Kartenspiels. Die Idee sei ihm vor zwei Jahren gekommen, weil er selbst zwei Söhne hat. 'Gerade im Urlaub bin ich dafür, dass man etwas zusammenspielt, und das ,Daddelzuig’ wie Spielkonsolen mal weglegt. Da ist ein Quartett immer nett.'

Klotz, Vorsitzender des Oberallgäuer Gemeindetags, hat das Projekt unterstützt. 'Die Gemeinden zu kennen, ist wichtig. Hier können die Bürger Politik an der Basis erfahren.' Wenn das Lernen noch mit Spielspaß verbunden sei, sei es viel effektiver. Dieser Meinung ist auch Schulrat Paul Mögele. Deshalb soll das Quartett an allen Grundschulen des Landkreises kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Möglich wird das durch die finanzielle Unterstützung der Rettenberger Brauerei Zötler.

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