Verein Frauen in Not braucht Hilfe

Lindau | ee | Seit über zwei Jahrzehnten sind sie zur Stelle, wenn Frauen Hilfe brauchen - die ehrenamtlichen Frauen des Vereins 'Hilfe für Frauen in Not'. Jetzt brauchen sie selbst Hilfe: Weil das alte GWG-Haus, in dem ihre Lindauer Schutzwohnung ist, Mitte 2008 abgebrochen wird, sucht der Verein dringend eine neue große Wohnung.

Die Bilanz zum 20-Jahr-Jubiläum im vergangenen Jahr spricht Bände: Über 950 Frauen hat der Verein bis dahin geholfen, 762 Frauen mit 482 Kindern haben in der anonymen Vereinswohnung Zuflucht gesucht aus Angst vor häuslicher Gewalt. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement haben die Vereinsmitglieder dem Landkreis weit über 800 000 Euro erspart - denn ohne ihre Hilfe hätte so manche bedrohte Frau in einem Frauenhaus außerhalb des Landkreises untergebracht werden müssen.

Das alte Lindauer Haus, in dem der Verein agiert, soll jetzt einem Neubau weichen. Mit der GWG habe sich der Verein zwar bereits nach Ersatz umgesehen, schildert die frühere Vorsitzende Helga Hasenritter - bisher ohne Erfolg.

'Wir haben jetzt in der alten Wohnung neben Wohnküche, Wohnzimmer und Bad auch drei Schlafzimmer mit zusätzlichen Etagenbetten für Kinder sowie ein weiteres, sehr kleines Schlafzimmer für eine Einzelperson', beschreibt Hasenritter den Bedarf. Denn bis zu vier Frauen, teilweise mit mehreren Kindern, haben hier Zuflucht gefunden. Die Wunschgröße der gesuchten Wohnung liegt bei 100 bis 110 Quadratmetern.

Ein Problem sind dabei die Kosten. Bisher liegt die Miete - altbaubedingt - bei 300 Euro. Diesen Betrag zahlt seit vielen Jahren die Stadt Lindau. 'Das hat damals unsere inzwischen verstorbene Bürgermeisterin Paula Seberich erreicht', freut sich Hasenritter. Für zwei weitere Jahre würde auch die Stadt wieder einspringen, hat der Verein erfahren. Die Nebenkosten muss 'Frauen in Not' seit jeher selbst tragen. Dabei musste der Verein das vergangene Jahr mit einem Defizit abschließen, vor allem, weil weniger Spenden fließen.

Hasenritter hofft jetzt auf eine baldige Lösung, damit die Hilfe für Frauen und Kinder in Not auch im nächsten Jahr nahtlos geleistet werden kann.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019