Verwaltungsausschuss
Verbesserte Hinweise auf Kaufbeuren in Beschilderung

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Seit Jahren kommt in der Kaufbeurer Kommunalpolitik immer wieder die Forderung auf, dass es an den Fernstraßen (etwa an der B 12 oder der A 96) mehr Hinweise auf die Wertachstadt geben müsse. Das könne etwa Touristen anlocken. Jüngst erst hatte der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) wieder einen - bislang ergebnislosen - Vorstoß unternommen, Kaufbeuren auf Schildern mit Kilometerangaben an der A96 unterzubringen. Nun stieß Felix Wobst (CSU) in ein ähnliches Horn: Er wollte zumindest touristische Verweise an der A96 und verbesserte Schilder an der B12. Immerhin beim letzteren Punkt konnte er einen Erfolg verzeichnen, was nun im Verwaltungsausschuss debattiert wurde.

Wobst hatte in seinem Antrag darauf hingewiesen, dass es zwar an der A96 in Richtung München bei Bad Wörishofen eine touristische Hinweistafel gibt, die auf Kaufbeuren und sein Crescentiakloster hinweist. In umgekehrter Richtung - also wenn man von München in Richtung Lindau fährt - gibt es das vor der Ausfahrt Jengen/Kaufbeuren aber nicht. Das wird wohl auch so bleiben, führte Ordnungsamtsleiter Bruno Dangel aus.

Das Kaufbeurer Ansinnen wurde mit der Begründung abgelehnt, dass es in diesem Bereich schon genügend Schilder gebe. Ein weiteres Schild unterschreite die in einem Regelwerk vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen den Tafeln. Durchsetzen konnte Wobst aber sein Ansinnen bei der B12-Beschilderung - wenn auch nicht im vollen Umfang. Er wollte große Schilder in beide Fahrtrichtungen, auf dem unter anderem auch auf den Fliegerhorst und die Fachhochschule hingewiesen wird.

Das Ganze wurde mit dem Straßenbauamt Kempten abgestimmt. Die einvernehmliche Version (siehe Darstellung) verweist nun mit einem Piktogramm auf Kaufbeuren als Stadt (im Gegensatz zu den kleineren Kommunen Mauerstetten und Germaringen). Außerdem ist nun Neugablonz als Stadtteil von Kaufbeuren ersichtlich.

Bürgermeister Gerhard Bucher (CSU), der in Abwesenheit von Oberbürgermeister Stefan Bosse die Sitzung leitete, verwies auf die langjährigen Kaufbeurer Bemühungen in dieser Sache und sprach von einer << wesentlichen Verbesserung >>. Antragsteller Wobst zeigte sich zufrieden, dass Kaufbeuren nun für den Fremden klar als größeres Gemeinwesen im Gegensatz zu Mauerstetten und Germaringen dargestellt werde.

Pohl sah es ebenfalls als wichtig an, dass Neugablonz den Zusatz << KF >> erhalte, damit dem Ortsunkundigen klar sei, dass es ein Stadtteil ist. << Wir müssen zudem weiter darauf hinwirken, dass die Beschilderung an der A7 oder A96 verbessert wird. >>

Die Autobahndirektion hatte Pohls Antrag seinerzeit abgelehnt, weil Kaufbeuren nicht an einer Autobahn liegt und deshalb nicht als Fernziel gelte. Bestehende Hinweise auf die Wertachstadt mit Kilometerangaben, wie etwa bei Landsberg, seien mit Hilfe einer Ausnahmegenehmigung erteilt worden - wofür sich Pohl weiter stark machen will. Der Ausschuss votierte einstimmig für Wobsts Antrag.

Beschlossen wurde auch, dass auf normalen Straßen, also abseits der Fernstraßen, Stadtteile künftig auf Schildern den Zusatz << KF >> wie etwa << KF-Neugablonz >> oder << KF-Hirschzell >> erhalten können. Die Kosten für die beiden neuen Schilder an der B12 - immerhin 6000 bis 7000 Euro - übernimmt das Straßenbauamt Kempten. Dieses will die neuen Exemplare laut Dangel << zeitnah >> aufstellen.

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