Abschied
Verabschiedung von Lindenberger Diakon Wolfgang Feth in den Ruhestand

In der voll besetzten evangelischen Johanneskirche in Lindenberg versammelten sich die Gemeindeglieder und Kirchenvorsteher der beiden Pfarrgemeinden Scheidegg-Weiler und Lindenberg, um Wolfgang Feth nach 34 Jahren Tätigkeit als Diakon in den Ruhestand zu verabschieden. In beiden Gemeinden war Diakon Feth fast drei Jahre vorrangig in der Seniorenarbeit tätig, und so gestalteten Pfarrerin Ingrid Ossig und Pfarrer Martin Strauß den Gottesdienst gemeinsam.

In seiner Predigt stellte Diakon Feth die Fragen: Welcher Typ Mensch sind wir? Wie treffen wir unsere Entscheidungen? Er kam zu dem Schluss: 'Es gelingt nicht alles, was wir uns vorgenommen haben. Wichtig ist aber, Gottes Liebe weiterzugeben, ohne zu überlegen, was wird daraus.'

Dekan Jörg Dittmar aus Kempten stellte an den Anfang seiner Ansprache die schwierige Entscheidung des Dekanatsausschuss, im Landesstellenplan die jeweils halbe Stelle des Diakons in den beiden Kirchengemeinden zu streichen. Er sieht es für Gemeinden als etwas Besonderes an, einen Diakon zu haben – ein Berufsbild, das in besonderer Weise das handgreifliche Element und die geistige Verwurzelung repräsentiere. 'Da wird etwas fehlen.

Der Dekanatsausschuss bedauert die Entscheidung und kann doch nichts anderes tun, als den Realitäten, bedingt durch veränderte Gemeindemitgliederzahlen, Rechnung zu tragen.' Ein für ihn wichtiges Bibelwort habe ihm Wolfgang Feth genannt: 'Getreu ist er, der euch beruft; er wird's auch tun.'

Nach der Lehre zum Einzelhandelskaufmann entschied sich Wolfgang Feth im Rahmen einer Berufsförderung zu einer Pflegerausbildung. 1974 begann er in Rummelsberg seine Ausbildung zum Diakon und hat alle Examina geschafft. Mit seiner Ehefrau Hedi übernahm er nach einer Zeit in Naila und sechs Jahren Pflegedienst in Burtenbach bei Günzburg die Heimleitung als Hauseltern in Dinkelsbühl, bevor er 2010 ins Westallgäu zog.

Und so bedankte sich Dekan Dittmar: 'Für den feinen, unauffälligen fränkischen Humor, für die warme Art, für die Treue, für die pflegerische und menschlich tiefe Seite, die Sie in Ihre Arbeit eingebracht haben'.

Im Namen der politischen Gemeinden Weiler, Scheidegg und Lindenberg bedankte sich Bürgermeister Johannes Zeh für die wichtige Arbeit, besonders für alte Menschen. 'Sie sind den Westallgäuern ans Herz gewachsen und hinterlassen eine große Lücke'. Im Namen der katholischen Pfarrgemeinde bedankte sich Gemeindereferent Ehrlich auch im Namen von Stadtpfarrer Mikschl, für das 'gute Miteinander ohne viele Worte'.

Nachdem stellvertretend für den Scheidegger Kirchenvorstand Thomas Klapperich mit Würzmischungen und Gutschein seinen Dank ausgesprochen hatte, überreichte im Namen des Lindenberger Kirchenvorstands Vertrauensmann Werner Pruß als eine seiner letzten Amtshandlungen ein Bild von Manfred Röhrl.

Wolfgang Feth ist Franke und hat sich, so Pfarrer Strauß, nur mit dem Versprechen auf original 'frängische Würscht' auf eine Verabschiedung mit vielen Dankesworten eingelassen. Bei herbstlich warmen Temperaturen war vor und im Gemeindehaus ausreichend Gelegenheit für ein persönliches Abschiednehmen vom scheidenden Diakon.

Wolfgang Feths Rückblick: 'Es war eine schöne Zeit, die vielfältigst geprägt war, vor allem durch die Begegnungen mit Menschen in Altenheimen und bei Geburtstagsbesuchen zu Hause'.

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