Abschied
Verabschiedung von Dekan Schindele aus Memmingen

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Die kleine Ria stand auf den Stufen zum Altar der Josefskirche und zeichnete ihrem Pfarrer ein Kreuz auf die Stirn. «Gott segne dich. Seine Engel begleiten dich», sprach sie ihm zu. Und schon kam das nächste Kind und segnete.

Es war ein bewegender Abschied, den die Pfarrei St. Josef ihrem langjährigen Pfarrer, Dekan Siegbert G. Schindele, bereitet hat. In elf Jahren, so wurde deutlich, hat sich Dekan Schindele in Memmingen viel Zuneigung und Hochachtung erworben. Mit einem festlich gestalteten Dankgottesdienst und einer offiziellen Feierstunde wurde er nun verabschiedet.

Aufgeschlossene Art

Eine hohe Auszeichnung erhielt Dekan Schindele von der Stadt Memmingen. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger zeichnete den katholischen Geistlichen mit dem << Kasimir >>, einer der höchsten Ehrengaben der Stadt, aus. Holzinger dankte ihm für die gute Zusammenarbeit.

Schindeles aufgeschlossene Art sei auch in der Ökumene und im Dialog mit den islamischen Mitbürgern zum Tragen gekommen. Der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Union, Sebahattin Kasimfirtina, sagte, er habe den katholischen Dekan als << guten Freund und Partner >> kennengelernt.

Der evangelische Dekan Kurt Kräß sprach vom respektvollen und achtsamen Umgang miteinander. << Ich danke Ihnen für Ihre Liebe zur römisch-katholischen Kirche, die immer spürbar war, und für alles Verbindende >>, betonte Kräß.

Landtagsabgeordneter Josef Miller sagte, der Dekan habe sich großen Respekt weit über die Pfarrei hinaus erworben.

Viele Gruppen der Gemeinde von den Kindern bis zu den Senioren, der << Runde der Erfahrenen >> , sprachen ihrem Pfarrer Dank aus. Die Ministranten zeigten dem Dekan ihre Wertschätzung, indem sie besonders zahlreich den Gottesdienst mitgestalteten, mit 76 Ministranten zog der Geistliche zur Messe ein.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angela Guschewski dankte Schindele auf herzliche Art für Jahre eines fruchtbaren und geschätzten Miteinanders. Auch die Kirchenverwaltung lobte die Zusammenarbeit. << Wir haben gemeinsam viel bewegt in dieser Zeit >>, sagte die Vorsitzende Irmingard Huber-Stempfel. Mit der Sanierung von Pfarrsaal, Krypta, Orgel, Atrium und Westfassade sei die Kirche mit ihm rundum erneuert worden.

Gestern schloss die Josefskirche ihre Portale, damit der Innenraum saniert werden kann. Die Gottesdienste finden bis Anfang Dezember in der Krypta statt. Schindele wird im August mehrere Fahrten mit der Gemeinde unternehmen, etwa mit den Jugendlichen zum Weltjugendtag nach Madrid, bevor er Ende August nach Murnau wechselt.

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