Ursache für Asbest-Fund in Irsee weiter unklar

Irsee | fro | Kürzlich wurde im Bauschutt einer Halde in Irsee Asbest gefunden (wir berichteten). Mittlerweile ermitteln drei Behörden: das Wasserwirtschaftsamt Kempten, das Landratsamt Ostallgäu und die Kaufbeurer Polizei. 'Noch ist aber alles in der Schwebe', erklärt Susanne Kettemer vom Büro des Landrats.

Die etwa 2 000 Kubikmeter Bauschutt lagern südlich von Irsee auf Gemeindeflur. Ein Waldbesitzer wollte davon Material zur Wegesanierung nutzen. Doch ein anderer Bürger informierte die Behörden darüber, dass das Material offenbar kontaminiert sei. Nach ersten Untersuchungen soll tatsächlich eine - eher geringfügige - Belastung durch Asbest festgestellt worden sein, so ein Sachbearbeiter der Kaufbeurer Polizei. Deshalb stoppte die Stadt Kaufbeuren sogar die Abbrucharbeiten am Martinsheim, da ein Großteil des Materials in Irsee von dort stammt. Nach Angaben des Kaufbeurer Baureferatsleiters Ralf Baur habe aber ein externer Gutachter kein Asbest-Gehalt im Bauschutt aus Kaufbeuren finden können.

Bislang tappen alle Beteiligten im Dunkeln: Die Gemeinde habe noch keine offiziellen Angaben zu dem Sachverhalt bekommen: 'Ich bin aber gespannt', meint Irsees Bürgermeister Andreas Lieb. Das Wasserwirtschaftsamt hat am Montag noch eine Probe genommen und könne vor dem Ergebnis der chemischen Untersuchung nichts dazu sagen. Aber: Wenn die Belastung mit Asbest oder teerhaltigen Materialien zu hoch sei, müsse der Schutt entsprechend extra entsorgt werden. Das Landratsamt hingegen werde erst dann ermitteln, wenn die Ergebnisse aus Kempten vorliegen - frühestens Ende dieser Woche, so Kettemer. Die Polizei geht bislang von einer geringfügigen Kontaminierung aus.

Dennoch habe sie das Verfahren an die Staatsanwaltschaft weitergegeben, da der Verdacht auf den Straftatbestand einer 'gesundheitsgefährdenden Abfallbeseitigung' vorliege, so der Sachbearbeiter. Doch wie das Material nach Irsee kam, ist bislang nicht geklärt.

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