Ermittlungen
Uran lagert jahrzehntelang in einem Keller in Reutte

Bei dem radioaktiven Material, das die Polizei am Dienstag in einem Haus in Reutte gefunden hat, handelt es sich um Uran. Die etwa fünf Zentimeter langen Stäbchen waren in einem geschlossenen Glasbehältnis im Keller eines 85-Jährigen. Der Tiroler erklärte, das strahlende Material befände sich seit fast 60 Jahren in seinem Besitz.

Der Mann sei 1956 als Fertigungsleiter in einer Fabrik in Skandinavien beschäftigt gewesen, in der uranhaltiges Pulver verarbeitet worden sei, teilte die Polizei gestern mit. Ihm sei damals eine geringe Menge davon für eigene Experimente zur Verfügung gestellt worden. Mit dem Zug habe er es nach Österreich gebracht.

Laut Spezialisten der Polizei habe keine Gefährdung der Bürger bestanden. Die Strahlung sei außerhalb eines Umkreises von einem Meter nicht mehr messbar gewesen. Nach Abschluss der Ermittlungen wird der 85-Jährige bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt. Das Material wird ins Atomforschungszentrum nach Seibersdorf (Niederösterreich) gebracht.

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