Hochwasser
Unwetter: Stadt Sonthofen plant Soforthilfe

Wasser und Schlamm haben am Wochenende in Teilen Sonthofens kräftige Schäden angerichtet. Betroffen sind Straßen, Wege und viele Häuser. Gestern setzte wieder ein Platzregen mit Hagel einige Keller unter Wasser. Derweil feilt die Stadtverwaltung bereits daran, wie man mit den Folgen des Schlagwetters vom Wochenende umgeht. Wir sprachen darüber mit Bürgermeister Hubert Buhl, der insbesondere auch den Einsatz der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks lobt.

Welche Schäden gab es für die Stadt?

Buhl: Die Straße in Margarethen ist kaputt, die zwischen Beilenberg und Hofen unterspült und ebenso gesperrt. Beschädigt sind auch Wege wie die Wanderstrecke zwischen Binswangen und Margarethen. Nach erster Schätzung kosten die Reparaturen die Stadt um die 200000 bis 300000 Euro. Der gestrige Platzregen richtete an kommunalen Einrichtungen wohl keinen weiteren Schaden an.

Und wie sieht es bei den Menschen aus?

Buhl: In den am Samstag betroffenen Ortsteilen - vor allem Margarethen, Binswangen und Teile von Sonthofen-Süd - haben Schlamm und Wasser etliche Häuser verschmutzt. Betroffen waren vor allem Keller, teilweise auch Wohnbereiche. Zudem sind Gärten zerstört. Eine genaue Schadensaufstellung haben wir im Privatbereich noch nicht.

Will die Stadt dort helfen?

Buhl: Ja. Wir prüfen gerade, ob und wie man stark betroffenen Bürgern etwas beistehen kann. Sobald im Rathaus und mit den Fraktionen geklärt ist, wie das laufen soll, informieren wir in der Tageszeitung über das Vorgehen. Bei dieser Soforthilfe kann es sich nicht um hohe Beträge handeln, sondern je nach Einzelfall vielleicht um 500 bis 2000 Euro. Es ist mehr eine moralische Hilfe.

Hätten sich einige der Überflutungen vermeiden lassen?

Buhl: Es gibt Wassermassen, die man nicht beherrschen kann. In einigen Bereichen gibt es aber bereits Pläne für Verbesserungen, andere werden wir nun überprüfen. In Binswangen etwa wird der Dorfbach eh im Zuge des Hochwasser-Schutzkonzeptes Ostrach angepackt.

Für den von Beilenberg zum Wonnemar fließenden Schwarzenbach gibt es längst eine Vorplanung, diesen umzuleiten. Allerdings hatte das Wasserwirtschaftsamt das Vorhaben in der Priorität zurückgestuft. Wir versuchen nun, das zu ändern.

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