Untrasried will wieder einen Kraftakt stemmen

Von Alfred Bickel
| Untrasried Dass die Untrasrieder zusammenhalten, bewiesen sie nicht zuletzt bei den vor kurzem gestemmten Kraftakten Gemeindehaus und Sportgelände-Erstellung. An diese positiven Eigenschaften der Bürger appellierte Bürgermeister Alfred Wölfle bei einer öffentlichen Versammlung, in der zum Thema Umbau der ehemaligen Schule informiert wurde. Diesem Info-Abend ging eine zweijährige Planungsphase voraus, bei der die Proportionen des Umbaus auf Vorgabe der Geldgeber immer größer wurden. 'Langsam haben wir uns an diese Größenordnung gewöhnt', sagten Kenner der Materie, und befanden den Plan für gut.

Wie Planer Willi Ruß aufzeigte, bleibt das bisherige Gebäude weitgehend erhalten. Neu ist ein Raum für das Mutter-Kind-Turnen im Erdgeschoss. Eine neue Treppe in einem nach Süden erweiterten Gebäudeteil ermögliche den Zugang für die Schützen im ersten Stock und im Dachgeschoss. Dort sollen insgesamt 18 Schießstände für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Daneben erhält der Schützenverein einen Auswertungsraum, Umkleiden und ein neues Schützenstüble. Ruß verwies darauf, dass aufgrund der Erweiterung ein neuer Dachstuhl erforderlich sei.

Bürgermeister Wölfle erklärte, die Schießanlage sei nicht mehr zeitgemäß und der Verein habe bereits Probleme für den weiteren Schießbetrieb. Er erinnerte, dass die Untrasrieder Schützen in der vierthöchsten deutschen Liga schießen und eine 'super Nachwuchsarbeit' betreiben.

Auch Katholische Landjugend, Sportclub Untrasried und der Kindergarten zögen Vorteile aus dem Umbau, der nach den Vorgaben der Dorferneuerung von Kommune und Schützenverein zusammen durchgeführt werden muss. Neben dem finanziellen Engagement der Gemeinde und des Schützenvereins seien möglichst hohe Eigenleistungen wichtig.

Schützen steuern 50 000 Euro bei

Nicht zuletzt ziehe aus dem geplanten Umbau auch die Kommune einen Nutzen durch die Wertsteigerung des Gebäudes, sagte Gemeindechef Wölfle. Und: 'Wir haben die Verpflichtung, das historische Gebäude zu erhalten'. Schützenmeister Hannes Bayrhof rief nicht nur die Schützen zum Mitmachen auf, sondern die ganze Dorfgemeinschaft. Per einstimmigem Beschluss steuert der Schützenverein 50 000 Euro 'von seinem Sparbuch' zum geplanten Projekt bei.

'Finanzminister' Anton Maurus sprach von einem 'Gemeinschaftswerk des ganzen Dorfes' und gab die 'eher zu hoch geschätzten Baukosten' mit etwa 370 000 Euro an. Die Kommune sollte zur Vorfinanzierung einspringen.

Einige Zuhörer wollten, dass mit dem Landratsamt Ostallgäu noch einmal über den Holzschild auf der Westseite verhandelt wird. Denn dieser weise das Gebäude 'eher als Stadel' aus, so die mehrheitliche Meinung im 'Bären'-Saal. Laut Planer Ruß könnten nur Holzfenster eingebaut werden, Kunststofffenster führten zu einem Verlust von Zuschüssen. Die Baueingabe wurde vom Landratsamt bereits genehmigt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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