Unterthingau
Unterthingau baut Feuerwehrhaus und Wertstoffhof

Über ein neues Feuerwehrhaus für Unterthingau wurde seit zwei Jahren intensiv verhandelt, es wurden Finanzmodelle überlegt und es wurde auch über den richtigen Standort gestritten. Nunmehr fasste der Marktrat einen Mehrheitsbeschluss für die Erstellung des Gebäudes, das auf einer gemeindlichen Fläche zwischen Unter- und Oberthingau stehen wird. In der Sitzung wurden großteils die schon bekannten Argumente ausgetauscht. Manche wollten weiterhin im angemieteten bisherigen Feuerwehrhaus verbleiben und Renovierungen vornehmen, andere hingegen einen Neubau im Grünen.

Feuerwehrkommandant Thomas Buhler informierte, dass ein Gutachten zahlreiche Mängel, wie die Größe der Garagen und eine fehlende Heizung, ans Tageslicht brachte. Die Beseitigung werfe Probleme und Kosten auf. Die Wehr bestehe derzeit aus 55 Aktiven und 25 Mann des ABC-Zuges, der ebenfalls recht beengt untergebracht sei. Immerhin diskutiere man nun schon «viele Jahre» über eine Unterkunft. Der neue Standort sei laut Buhler «ideal», da die meisten Hilfeleistungen in Richtung Oberthingau, Geisenried und Görisried sowie rund um Unterthingau geleistet würden. Auf der B12 war 2008 nur ein Einsatz notwendig.

«Derzeit günstige Kredite»

Bürgermeister Wolfgang Schramm dankte für die Zusage von Eigenleistungen durch die Wehr. Auf lange Sicht sei ein Neubau günstiger, die Belastungen für den Haushalt seien tragbar. Georg Haggenmüller trug die vom Finanzausschuss errechneten Zahlen vor, die auf 25 und mehr Jahre gesehen für einen Neubau sprachen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 720000 Euro. Da mit 238000 Euro Zuschüssen und Eigenleistungen gerechnet wird, muss die Kommune noch etwa 482000 Euro beisteuern. «Finanztechnisch betrachtet müssen wir neu bauen», fasste Haggenmüller zusammen.

Ratsmitglied Heinrich Bader hielt den Zeitpunkt eines Neubaues für falsch. Die Gemeinde solle «jetzt eine Übergangslösung schaffen und erst in sieben bis zehn Jahren neu bauen». Manfred Fendt befürchtete «eine große Erhöhung der Schuldenlast». Schramm hielt das für falsch, da zurzeit günstige Kredite und Angebote der Baufirmen und Handwerker zu bekommen seien. Zweiter Bürgermeister Josef Häringer verwies darauf, dass trotz eines Neubaus die Ortsteilwehren Oberthingau und Reinhardsried weiterhin bestehen bleiben.

Der neue Wertstoffhof soll laut Mehrheitsentscheidung zwischen Unter- und Oberthingau - zusammen mit dem neuen Feuerwehrhaus - entstehen. Die vorgelegte Planung sei funktional und das Feuerwehrhaus diene zugleich der Lärmabschirmung für Emissionen vom Wertstoffhof.

Schramm unterstrich, dass an der Ein- und Ausfahrt des Wertstoffhofs und der Feuerwehr in die Kreisstraße «noch etwas für die Reduzierung der Geschwindigkeit gemacht werden muss».

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