Haushalt
Unterm Strich fehlen fünf Millionen Euro

Unter dem Strich kommen beim Landkreis Unterallgäu im kommenden Jahr voraussichtlich fünf Millionen Euro weniger in die Kasse. Daher könnte die Kreisumlage (siehe Infokasten) um mehrere Punkte angehoben werden: Dies erklärte Landrat Hans-Joachim Weirather gestern vor Medienvertretern.

Um rund zehn Millionen Euro werden nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes die Einnahmen aus Gewerbesteuer (neun Millionen Euro) und Einkommenssteuer (eine Million Euro) im Jahr 2011 gegenüber 2010 im Landkreis Unterallgäu zurückgehen. Bei einer Kreisumlage von 45 Prozentpunkten macht das ein Minus von 4,5 Millionen Euro aus, das der Landkreis verkraften muss. Hinzu kommt: Der Bezirk werde aller Wahrscheinlichkeit nach seine Umlage um 2,5 Prozent anheben, so Weirather. Für das Unterallgäu bedeutet das Mehrkosten von einer halben Million Euro. Wie diese Lücke letztlich geschlossen werden kann, soll Anfang des Jahres bei den Haushaltsberatungen im Kreistag geklärt werden. Der Landrat ließ anklingen, dass es aber wohl ohne eine Erhöhung der Kreisumlage nicht gehen werde.

Loch in Kasse stopfen

Um das Loch in der Kasse zu stopfen, müsste der Kreis seine Umlage um 4,5 Prozentpunkte anheben. Zu diesem Sprung auf 49,5 von Hundert werde es aber nicht kommen, versicherte der Kreischef. Weirather möchte vor den Beratungen auf jeden Fall noch das Gespräch mit Bürgermeistersprecher Werner Birkle aus Buxheim suchen.

Als «tolle Sache» bezeichnete es Weirather, dass 2010 «viele Dinge angepackt» worden seien - etwa die Schulerweiterungen von Babenhausen und Ottobeuren oder der Bau der Illerbrücke zwischen Lautrach und Kronburg. 2011 sei daher der Druck zu investieren nicht ganz so groß. Eine gewisse Entlastung dürfte vom Freistaat Bayern kommen. Wegen der schwächeren Umlagekraft des Landkreises rechnet Kämmerer Gunther Füßle mit höheren Zuschüssen (Schlüsselzuweisungen).

2010 waren 14,1 Millionen Euro in den Landkreis geflossen. Ende Februar soll der Haushalt im Kreistag beschlossen werden, erklärte Landrat Weirather. (jsto/sam)

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