Unterführung wird im Sommer gebaut

Von Peter Mittermeier | Lindenberg Vermutlich noch im Frühjahr wird mit dem Bau der Unterführung unter der Lindenberger Sedanstraße begonnen. Der Stadtrat gab am Montagabend nach 90-minütiger Diskussion mit 16:9 Stimmen grünes Licht für das Vorhaben. Investiert werden 1,1 Millionen Euro. 727 000 Euro davon fließen laut Stadt als Zuschuss zurück.

Über das Vorhaben ist in den vergangenen Monaten teils heftig diskutiert worden. Im Februar des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat schon einmal mehrheitlich für den Bau der Unterführung gestimmt. Weil es dann aber zu einem Einbruch bei den Gewerbesteuern kam, wurde das Vorhaben vertagt.

Neben der Stadtverwaltung stehen die Freien Wähler, Fraktion des Bürgermeisters, geschlossen hinter dem Bau der Unterführung. Dagegen gab es sowohl bei der CSU als auch in der SPD unterschiedliche Meinungen. In einem sind sich die Räte über die Fraktionen hinweg einig: Der jetzige Überweg über die vielbefahrene Sedanstraße ist gefährlich, und auch die Lage an der Ampel ist alles andere als optimal. Dort ist auf dem Gehweg zwischen einem und 1,50 Meter Platz, vor allem in Stoßzeiten viel zu wenig.

Deshalb kam auch das Thema Kreisverkehr, über das vor einem Jahrzehnt schon einmal diskutiert wurde, kurz zur Sprache. Das, so Stefan Bihler, wäre an der Stelle 'die Lösung'. Derzeit ist die Frage aber nicht aktuell, weil sich die frühere Weizenbrauerei, die einem Kreisel weichen müsste, nicht mehr in städtischem Besitz befindet. Laut Planer Alois Kuhnhäuser verhindert die Unterführung auch den späteren Bau eines Kreisels nicht. 'Die Unterführung wäre auch dann an der richtigen Stelle', so der Planer.

Nicht einig sind sich die Räte, inwieweit die Unterführung als Schulweg genutzt wird. Grund: das wenige hundert Meter entfernte Gymnasium ist nicht an den Weg angebunden, wie Christoph Wipper anmerkte. Schüler müssten also bis zur Austraße und von dort aus zurück zur Schule radeln. 'Da ist noch etwas zu verbessern', räumte Bürgermeister Johann Zeh ein.

Der Bau der Unterführung steht in Zusammenhang mit der Umgestaltung des Bahnhofsgeländes. Dort wird in drei Bauabschnitten ein Stadtpark entstehen. Der erste, der heuer angegangen wird, sieht eine Verlegung des Moosbaches vor. Das ist nötig, um Platz für den Bau der Unterführung zu gewinnen.

Fußballfeld und Stellplätze

Der Bach zieht sich bisher in einem schmalen Graben Richtung Heinrich-Braunsstraße. Er wird künftig naturnäher gestaltet, aufgeweitet und sich in Windungen entlang des Bahnhofsgeländes ziehen. Zwischen einem und zehn Metern soll das Gewässer künftig breit sein und dauerhaft Wasser führen.

Im zweiten Bauabschnitt sollen auf dem Bahnhofsgelände unter anderem eine Festwiese, Aussichtshügel, ein Fußballfeld (35 x 18 Meter), Boulebahn und ein Skulpturenpark entstehen. Im dritten und letzten Bauabschnitt werden entlang der Heinrich-Brauns-Straße Stellplätze gebaut. Die Fahrbahn wird dazu etwas verlegt werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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