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Jahresrückblick
Unterallgäuer Geschäftswelt blickt auf das vergangene Jahr

Liebe Leserinnen und Leser auf den folgenden Seiten überbringt die heimische Geschäftswelt ihre Weihnachts- und Neujahrswünsche, verbunden mit dem Dank für das entgegengebrachte Vertrauen.

Das Unterallgäu ist eine lebenswerte Region

Intakte Natur, hervorragende medizinische Versorgung und große Anstrengungen für ältere Menschen

Zu einer guten Infrastruktur gehören auch Erholungs- und Freizeitangebote. Kontinuierlich bauen wir unsere Wanderund Radwegestruktur aus. Im kulturellen Bereich möchte ich die Baumaßnahmen im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren hervorheben, an denen sich der Landkreis Unterallgäu finanziell beteiligt. Heuer haben wir als Mitglied des Zweckverbandes eine Investitionskostenumlage von 698.000 Euro gezahlt und damit zum Beispiel die Sanierung des Gromerhofs mitfinanziert. Nächstes Jahr soll auf dem Museumsgelände außerdem ein Kompetenz- und Begegnungszentrum der süddeutschen Schützen mit Schützenmuseum eröffnen.

Beste Lebensbedingungen

All diese Investitionen machen unseren Landkreis als Lebens- und Wirtschaftsraum noch attraktiver. So gehört das Unterallgäu zu den Landkreisen mit den besten Lebensbedingungen in ganz Deutschland – das wurde uns heuer in einer Studie des Nachrichtenmagazins Focus bestätigt. Im Vergleich aller 402 Landkreise und kreisfreien Städte schaffte es das Unterallgäu auf Platz vier der lebenswertesten deutschen Regionen. Anteil daran haben auch unsere leistungsstarken mittelständischen Unternehmen und die fleißigen Menschen im Unterallgäu. Unser Arbeitsmarkt ist einer der stabilsten in ganz Deutschland. Die Arbeitslosenquote lag in den vergangenen Monaten zwischen 1,9 und 2,3 Prozent. Im Bundesvergleich gehörten wir wieder zu den Landkreisen mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Warum es sich lohnt, im Unterallgäu zu leben und zu arbeiten, haben wir 2014 auch in einem neuen, kreativen Imagefilm dargestellt.

Erstmals haben wir heuer eine Auszeichnung für Baukultur verliehen. Damit würdigten wir zeitgenössische, ortsbezogene Architektur mit hoher gestalterischer Qualität, die gleichzeitig einen Beitrag zur gesellschaftlichen Zukunftsbewältigung leistet. Eine intakte Natur gehört ebenfalls zu den Vorzügen unseres Landkreises. Auch wenn derzeit nicht klar ist, wie Bundes- und Landespolitik mit den Klimaschutzzielen umgehen, setzen wir unser Klimaschutzkonzept weiterhin konsequent um. Deshalb hoffe ich sehr, dass auch die Regio-S-Bahn Ulm- Memmingen-Buxheim bald verwirklicht werden kann und sich der Schienennahverkehr im westlichen Landkreis verbessert. Damit auch Menschen mit Behinderung ohne Barrieren am Leben im Unterallgäu teilhaben können, hat heuer der Kreistag dem Kommunalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderung zugestimmt. Auf dem Plan stehen 70 Maßnahmen, die nun nach und nach geprüft und umgesetzt werden. Hervorragend entwickelt hat sich in den vergangenen Jahren unser seniorenpolitisches Gesamtkonzept.

Daraus sind viele Projekte hervorgegangen, zum Beispiel die Quartiersentwicklung. Hier unterstützt der Landkreis Kommunen dabei, ein Stadtviertel oder ein Dorf so zu gestalten, dass Senioren auch mit erhöhtem Unterstützungsbedarf in der eigenen Wohnung leben können. Nachdem die Gemeinden Wolfertschwenden, Erkheim und Mindelheim schon konkrete Maßnahmen in die Tat umgesetzt haben, haben wir heuer entschieden, auch Quartierskonzepte in Ottobeuren, Lautrach und Ettringen zu fördern. Ebenso liegt es uns am Herzen, älteren Menschen, die nicht mehr allein leben können, eine gute Bleibe zu bieten. Dafür gibt es unsere drei Kreis- Seniorenwohnheime.

2015 sanieren und erweitern wir das Seniorenheim St. Martin in Türkheim. Es freut mich, dass die Kreis-Seniorenwohnheime so gut angenommen werden. Guten Zuspruch finden auch die beiden Kreiskliniken in Mindelheim und Ottobeuren. Wir haben den Anspruch, den Patienten hier auch in Zukunft eine erstklassige Versorgung zu bieten. Keinesfalls gleichgültig lassen dürfen uns die Schicksale der Flüchtlinge, die ins Unterallgäu kommen. Inzwischen leben in unserem Landkreis über 500 Asylbewerber; zu Jahresbeginn waren es rund 220. Angesichts des Elends auf der Welt ist es unsere Pflicht, Flüchtlinge herzlich aufzunehmen. Ich danke an dieser Stelle allen Ehrenamtlichen, die uns dabei nach besten Kräften unterstützen. Ein Termin, der mich mit Zuversicht erfüllt hat, war die Gründung des Hochwasserschutz- Zweckverbandes Günztal.

Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg, die Anrainer der Günz vor Hochwasser zu schützen. Generell ist mir eine gute Zusammenarbeit aller Allgäuer Landkreise in allen Bereichen sehr wichtig und als Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH möchte ich diesen Anspruch auch im nächsten Jahr umsetzen.

Zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger

Politisch hat sich nach den Wahlen im Frühjahr einiges geändert. Den neu- und den wiedergewählten Bürgermeistern wünsche ich viel Kraft und Freude im Amt. Auch ein neu gewählter Kreistag hat seine Arbeit aufgenommen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere konstruktive Zusammenarbeit auch 2015 fortsetzen. Seien Sie versichert, dass wir weiterhin stets das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Auge haben.

Ihr Landrat Hans-Joachim Weirather

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