EHEC
Unterallgäuer Gemüsebauer haben trotz EHEC-Epidemie keine Umsatzeinbußen

Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will Bauern helfen, die derzeit gravierende Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Viele Verbraucher haben aus Angst vor dem EHEC-Erreger auf den Verzehr von Gemüse verzichtet. Die heimischen Gemüsebauern befinden sich in einer vergleichsweise guten Lage. Sie bleiben nach eigenen Angaben von Umsatzeinbrüchen weitgehend verschont.

<< Die Verbraucher vertrauen auf unsere regionalen Produkte >>, so Hans Rabus, der in der Dickenreishauser Einöde Gemüse anbaut. << Unsere Ware geht ohne Umwege vom Erzeuger an den Verbraucher. Und die Leute wissen, dass wir verantwortungsvoll arbeiten. >> Die große Mehrheit sei sich bewusst, dass die Ware keine Verbindung zu Norddeutschland habe, wo eine EHEC-Epidemie grassiert, sagt Rabus.

Auch Seniorchef Walter Stetter von der gleichnamigen Gärtnerei in Memmingerberg hat bis jetzt keine Einbrüche beim Absatz seiner Erzeugnisse festgestellt. << Wir beschicken den Wochenmarkt und haben einmal in der Woche Hausverkauf. Ich glaube, dass wir sogar ein paar Prozent mehr verkaufen als vor dem Ausbruch der Epidemie. Die Leute kommen sogar unter der Woche und wollen bei uns Gemüse kaufen, weil sie sich bei uns sicher fühlen. >>

Viele Nachfragen

Wolfgang Kopf, der seinen Gartenbaubetrieb in Schwaighausen betreibt, verzeichnet bislang ebenfalls keine Einbußen. << Die Verbraucher wollen aber genauer wissen, wo unsere Ware herstammt >>, sagt er. << Bei dem von mir produzierten Gemüse gibt es keine Probleme. Die Stammkundschaft vertraut auf meine Ware. Sie weiß, wie wir produzieren und was sie bei mir einkauft. Bei zugekauften Produkten ist der Markt aber so gut wie tot. >>

Christa Wager und ihr Mann Werner betreiben ihren Gartenbaubetrieb in Trunkelsberg bereits in der vierten Generation. Die Chefin freut sich über das Vertrauen, das die Kunden ihrem Betrieb zurzeit entgegen bringen. Es gebe keine Einbußen, im Gegenteil: << Leute, die ich das ganze Jahr über nicht sehe, kommen jetzt zu uns.

>> Es sei schön, dass der Gärtner jetzt wieder gebraucht werde und die Kunden Vertrauen zu den heimischen Produkten hätten. Man müsse derzeit aber viel erklären, die Kunden seien sehr vorsichtig. Christa Wager blickt in die Zukunft und sagt: << In 14 Tagen läuft die Katze wieder auf den alten Füßen. >> Gemeint ist damit, dass das Kaufverhalten der Menschen schnell wieder so sein werde wie vor der Epidemie, wenn das Thema EHEC zu den Akten gelegt werden könne.

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