Weiler-Simmerberg
Unter den besten Jung-Druckern

Er gehört zu den besten Nachwuchsleuten seiner Zunft: Ganz knapp hat der 19-jährige Kevin Krüger aus Gestratz bei der Deutschen Meisterschaft die Qualifikation für die Berufsweltmeisterschaft der Drucker in Calgary (Kanada) verpasst. Gelernt hat er den Beruf bei Holzer Druck&Medien in Weiler. Dort ist man stolz auf die Leistungen des jungen Mitarbeiters, wie Betriebsleiter Peter Rasthofer erklärt.

Mit einem Notendurchschnitt von 1,6 in Theorie und Praxis hat Kevin Krüger seine dreijährige Ausbildung abgeschlossen. Damit hat er sich für den Vorentscheid zur Berufsweltmeisterschaft qualifiziert. Mit den acht besten Auszubildenden des Jahrgangs bewarb er sich bei den Deutschen Meisterschaften in Heildelberg um den einzigen freien Platz für die Berufs-WM.

Von Hause aus rechnete sich der Gestratzer wenig Chancen auf den Sieg aus. Grund: Der Wettbewerb wurde mit einem fremden Maschinentyp ausgetragen. Holzer Druck und Medien setzt auf den Hersteller KBA, bei der Meisterschaft wurde mit Heidelberger-Maschinen gedruckt. «Sie sind ganz anderes aufgebaut und haben eine komplett andere Menüführung», erklärt Kevin Krüger den Unterschied.

Einen Tag konnte er in Heidelberg an der Maschine trainieren, am zweiten stand die zweistündige Prüfung an. Dabei galt es eine Druckform möglichst perfekt herzustellen. Schnelligkeit, Sauberkeit und passende Farbwerte waren dafür wichtige Kriterien. «Wie bei einem richtigen Druckauftrag eben», sagt Krüger. Der Gestratzer schrammte nur ganz knapp am Sieg vorbei, obwohl der spätere Sieger den Maschinentyp gewohnt ist.

Krüger ist nach seiner Ausbildung bei Holzer Druck und Medien übernommen worden. Er will bei dem Unternehmen in Weiler bleiben und sich in seinem Bereich weiterbilden. Ein Lehrer hatte ihm in der Schule dazu geraten, sich den Druckerberuf anzusehen. Krüger machte ein Praktikum bei Holzer. «Es hat mir gleich gefallen», blickt Krüger zurück, der in seiner Freizeit gerne Fußball spielt oder Motorrad fährt.

Nachdem er seine Mittlere Reife im M-Zug der Weilerer Volksschule erworben hatte, begann er seine Ausbildung.

Für Holzer Druck und Medien kommt der Erfolg gerade recht. Das Unternehmen verstärkt seine Bemühungen im Ausbildungsbereich noch. «Tüchtige junge Leute sind unsere Zukunft», sagt Betriebsleiter Peter Rasthofer. Der Beruf hat heute viel mit High-Tech zu tun, entsprechend gefordert sind die Mitarbeiter. «Im Grunde genommen hat ein Drucker drei verschiedene Berufe», beschreibt Produktionsleiter Alexander Ott die Anforderungen.

Angesichts der komplexen Maschinen, die ein Drucker bedienen muss, ist er ein Stück Mechatroniker, gleichzeitig Programmierer und natürlich immer noch ein Drucker, von dem ein gutes Farbauge und Verantwortungsgefühl dem Kunden gegenüber gefordert werden.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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