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"Uns liegt wirklich was an der Umwelt:" Zwei junge Kemptener zur Kritik an Fridays-for-future

Marco Eichberger und Leni Kubutsch sind im Organisationsteam von fridays-for-future Kempten und haben uns im Podcast erzählt, warum sie sich für den Klimaschutz einsetzen.
  • Marco Eichberger und Leni Kubutsch sind im Organisationsteam von fridays-for-future Kempten und haben uns im Podcast erzählt, warum sie sich für den Klimaschutz einsetzen.
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Junge Menschen streiken weltweit freitags, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu protestieren. Fridays for Future heißt die Bewegung, die von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg (16) ins Leben gerufen wurde. Auch in Kempten gingen die Schüler am Freitag schon auf die Straße, um für echten Klimaschutz zu kämpfen.

Dabei bekommen die Schüler nicht nur positive Resonanz. Kritiker wenden ein, Proteste in der Freizeit wären glaubwürdiger.  "Warum demonstrieren sie nicht am Wochenende oder nach der Schule? Weil es dann keinen Spaß macht. Also wirklich echter Einsatz sieht anders aus", heißt es zum Beispiel auf unserer Facebookseite. 

Leni Kubutsch, Schülerin in Kempten, und Marco Eichberger, Student in Kempten, sind im Organisationsteam von Fridays-for-future Kempten und haben uns im Podcast erzählt "uns liegt wirklich was an der Umwelt." Die beiden engagieren sich schließlich nicht nur freitags während der Schulzeit für die Umwelt, sondern setzen sich auch in ihrer Freizeit sehr für eine bessere Zukunft ein. Die beiden geben aber auch ganz offen zu, dass unter den Protestierenden auch viele dabei sind, die einfach nur die Schule schwänzen wollen, denen das ganze nicht so am Herzen liegt. 

Die 16-jährige Leni kauft überwiegend Second-Hand-Klamotten und versucht, Plastik und Wasser zu sparen und duscht "drei Minuten statt eine halbe Stunde." Der 18-jährige Marco hat sich selber vorgenommen, nicht mehr zwingend zu fliegen, "weil es einfach so ein krasser CO2-Ausstoß ist." Beide versuchen auch möglichst oft, mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Bei ihren Vorhaben werden sie auch von den Eltern und Freunden unterstützt.

Die nächste Fridays-for-future-Demo ist für den 15. März, dem internationalen Klimastreik-Tag, geplant. Marco hat die Demo bereits beim Ordnungsamt angemeldet und hofft, dass sie genehmigt wird und wieder so viele Schüler kommen, wie bei der ersten Demo im Februar. Damals haben die Schüler Forderungen an die Stadt Kempten gestellt und wurden auch vom Kemptener Oberbürgermeister Thomas Kiechle zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Welche Forderungen die Schüler an die Stadt haben und was sie sich vom Termin mit den Politikern erwarten, erfahren Sie in unserem Podcast.

Autor:

Camilla Schulz aus Memmingen

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