Untrasried
Unkrautvernichter und Quads setzen Sportplatz zu

Bei Karlo Reichenbach, dem Vorsitzenden des SC Untrasried, sitzt der Ärger tief: «Das ist nicht nur frustrierend, das ist schon kriminell.» Sein Unmut richtet sich gegen diejenigen, die zum wiederholten Male den Rasen des Sportplatzes beschädigt haben. Inzwischen hat er Anzeige erstattet.

Bereits im September vergangenen Jahres wurden etwa 40 Quadratmeter Rasenfläche zerstört. Damals dachten er und Bürgermeister Alfred Wölfle noch an ein Tier oder einen Pilz als Verursacher. Doch bald stellte sich anhand von Tests heraus, dass Unbekannte mit einem Unkrautvernichtungsmittel hantiert hatten. Die Grasfläche wurde zerstört und musste in diesem Frühjahr aufwendig durch Rollrasen ersetzt werden.

Zentimetergenau müsse der tote Rasen abgestochen und der neue aufgelegt werden. Schließlich sollen sich keine Höcker bilden, die einen regulären Spielbetrieb der Fußballer verhindern. Um den Rasen zurechtzuschneiden, benötige er ein Spezialgerät, das er aus Kempten holen müsse, berichtete Reichenbach.

Alles sah wieder gut aus - bis vor kurzem. Anfang September entstanden auf dem Fußballfeld erneut mehrere braune Flecken. Auch in diesem Fall wurde nun nachweislich Unkrautvernichtungsmittel versprüht. Dabei wurde an mehreren Stellen eine Grasfläche von insgesamt etwa 90 Quadratmeter zerstört. Also muss erneut der Rasen ausgetauscht werden. Dies sei wegen der Wachstumsperiode jedoch erst im nächsten Jahr möglich. «Dann sind an zwei Abenden wieder zehn Leute für jeweils vier Stunden im Einsatz.»

«Richtige Dreher gemacht»

Doch das ist nicht das Einzige, was den Vorsitzenden erzürnt. Denn die Rasenfläche wurde auch mit Fahrzeugen - allem Anschein nach handelte es sich um Quads - befahren und dadurch stark beschädigt. Diese Fahrten wurden in den Nächten zum 13. und zum 18.

September unternommen. «Die haben richtige Dreher gemacht und dadurch die Grasnarbe verletzt.» Der Vorsitzende hofft, zumindest dem Spuk durch die Quads ein Ende bereitet zu haben: Der Sportplatz ist im Bereich der Zufahrt nun eingezäunt.

Der Gesamtschaden beläuft sich mittlerweile auf über 5000 Euro. Auf diesem Betrag, so Reichenbach, bleibe der Verein sitzen. Sprich: Das Geld fehlt dem Sportclub dann an anderen Ecken. Trotz der Vorfälle laufe der Fußball-Spielbetrieb bislang ungestört weiter.

Warum jemand überhaupt zu Spritzmitteln greift und so dem Verein schadet, können sich weder der Vorsitzende noch der Bürgermeister erklären. Denn seitdem der Platz 2002 in Betrieb ging, gab es bisher keine Probleme. Auch im Vorwege sei der Platz niemals umstritten gewesen, sagte Wölfle. «Ich bin überrascht, dass es bei uns Menschen gibt, die so etwas machen.»

Hinweise auf die Täter nimmt die Polizei Kaufbeuren unter der Rufnummer 08341/9330 entgegen.

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