Westendorf
Unglückliche Niederlage

Achtbar aus der Atmosphäre zogen sich am Samstag die Westendorfer Ringer beim Bundesligaabsteiger aus dem Wiesental - dabei wäre bei etwas mehr Fingerspitzengefühl des Kampfrichters und einigen zu leicht verlorenen Einzelrunden ein Sieg möglich gewesen. Am Ende stand eine etwas zu hohe 14:20-Niederlage in der Zweiten Ringerbundesliga zu Buche.

Im Vorfeld der Begegnung waren die Ostallgäuer klare Außenseiter, da die RG Hausen-Zell im Vorjahr noch im Ringeroberhaus vertreten war. Dies machte sich auch im ersten Kampf des Abends bemerkbar: Tizian Reggel hatte gegen den Dritten der diesjährigen Kadetteneuropameisterschaften, Manuel Wolfer, keine Chance und verlor technisch überlegen. Neuzugang Gyorgy Rizmajer holte im Schwergewicht einen nie gefährdeten 3:0-Punktsieg. Etwas ernüchternd und wohl kampfentscheidend war das Gefecht von Thomas Simnacher. Gegen Jonas Deiß konnte er seine Bodenlagen nicht optimal nutzen und scheiterte in allen drei Runden nur knapp. Eine leichte Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche war bei Micheil Tsikovani zu verzeichnen: Immerhin siegte der Bulgare gegen Marco Waßmer nach hartem Kampf mit 3:2. Danach hatte Steve Masuch gegen Altmeister Axel Sutter eine äußerst schwere Aufgabe - der 17-Jährige unterlag nach drei Runden glatt.

Somit stand es zur Halbzeit 6:12 für Hausen-Zell und Coach Bernd Nothelfer musste wie schon in Viernheim auf seine fünf verbliebenen Athleten hoffen.

Pech für «Michi» Heiß

Den Auftakt machte Michi Heiß gegen Alexander Rümmele. In diesem Kampf machte sich der Gewichtsunterschied wieder bemerkbar. Heiß hielt sehr gut gegen den körperlich starken Rümmele mit, wurde aber auch von drei äußerst strittigen Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt. «Michi wurde heute ganz klar um den Lohn seiner harten Trainingsarbeit gebracht. Er hätte diesen Kampf genauso gut 3:1 gewinnen können, anstatt 1:3 zu verlieren!», so sein Bruder Philipp. In der Pressekonferenz nach dem Kampf bezeichnete Aushilfscoach Nothelfer diesen Kampf als «Knackpunkt» des Ringabends.

Max Goßner drehte nach anfänglichen Schwierigkeiten seinen Kampf trotz Erkältung noch, indem er nach zwei verlorenen Runden gegen Simon Waßmer die letzten drei für sich entscheiden konnte. Christian Stühle hatte krankheitsbedingt gegen den routinierten Rumänen Adrian Recorean wenig entgegenzusetzen und ging mit 0:3 als Verlierer von der Matte. Den wohl interessantesten Kampf bekamen die Zuschauer bis 74 kg Freistil zu Gesicht: Shenol Ali Ahmed kämpfte wie gewohnt beherzt und mit Siegeswillen gegen den deutlich schwereren Frank Schwab, der aus Aichhalden zu den Südbadenern gewechselt war. 3:2 lautete das Ergebnis für den Westendorfer, wobei auch hier der Unparteiische sehr unglücklich agierte.

«Pippo» Heiß ließ gegen den aus dem Leistungszentrum Frankfurt/Oder stammenden Thomas Franke nichts anbrennen, beherrschte seinen Gegner komplette drei Runden lang und siegte hochverdient mit 3:0.

Am Samstag erster Heimkampf

Am kommenden Samstag steht der erste Heimkampf der Saison für den TSV Westendorf gegen den TSV Benningen in der Zweiten Bundesliga an. Dabei wird es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Westendorfer Trainer Tariel Shavadze geben. (mgr)

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