Westendorf
Unglaubliches geleistet

Mit nur wenig Hoffnung traten die Westendorfer Ringer nur zu neunt die Reise zum direkten Tabellennachbarn Schorndorf an. Die Ausgangslage war dadurch, dass Thomas Simnacher in der zweiten Mannschaft antrat und die Klasse bis 120kg unbesetzt war, äußerst ernüchternd. «Dadurch, dass wir eigentlich von vorn herein schon 0:8 im Rückstand lagen, war die Sache für die Schorndorfer und sicher auch für einige von uns schon gelaufen», so Cheftrainer Bernhard Hofmann.

Es ist der letzte Kampf in der Zweitligabegegnung Westendorf gegen Schorndorf. Die Punktanzeige zeigt 18:18, dieser Kampf entscheidet über Sieg oder Niederlage. Westendorfs Ausnahmeringer Philipp Heiß betritt die Matte, er muss gegen den in dieser Saison noch ungeschlagenen Polen Marciej Panasiuk ran. In Runde eins versucht Heiß verzweifelt in der Bodenlage eine Wertung zu erzielen, vergebens. In Runde zwei das gleiche Spiel. Somit lag der Pole mit 2:0 in Front und kurz vor dem von den Schorndorfern sicher geglaubten Sieg. Doch dann kam die unglaubliche Wende: «Pippo» drehte richtig auf, sicherte sich Runde drei und vier jeweils durch ein hart erkämpftes 1:0. Und dann ging es in die letzte und entscheidende Runde.

Der TSV-Athlet mobilisierte alle Kräfte und gewann auch diese mit 2:0 und somit den Kampf, was bedeutete, dass der TSV mit zwei Punkten im Gepäck Heim kehren konnte.

Schultersieg für Tsikovani

Zuvor lief alles optimal: Steve Masuch besiegte Alexander Jakuschew mit 3:1. Micheil Tsikovani legte seinen Gegner schon in der ersten Runde auf beide Schultern. Domenic Kerler stellte sich bis 60kg zur Verfügung, musste aber bei seinem ersten Bundesligaeinsatz eine Schulterniederlage hinnehmen. Shenol Ali Ahmet hatte keinerlei Probleme und siegte verdient technisch Überlegen. Der Halbzeitstand lautete 11:9 für Westendorf.

Martin Heiß kämpfte dann gegen Lars-Rene Schmidt und verlor äußerst unglücklich. Dann kam es zum Gefecht zwischen Max Goßner und Krzysztof Szczpanik bis 66kg Greco. Der Pole unterschätze den Unterostendorfer eindeutig und begann dann sehr unfair zu ringen, und konnte sich nur noch durch Schläge in das Gesicht und anderen Fouls durchsetzen. In Runde drei führte der Pole 1:0, drei Sekunden vor Schluss versetzte er dem Gymnasiasten einen Schlag, dass dieser zu Boden ging. Dadurch erhielt der Schorndorfer eine Verwarnung, Goßner einen Punkt und die Runde. Insgesamt verlor der TSV-Ringer zwar knapp mit 2:3 Punkten, aber diese zwei Punkte wurden am Ende Kampfentscheidend.

Auch Frederik Wunderlich konnte gegen Carsten Kopp eine Runde einheimsen und verlor nur 1:3. Christian Stühle zeigte sich dann im vorletzten Kampf des Abends in bester Verfassung und zerlegte seinen Gegner. Somit glich der TSV vor dem letzten Kampf aus. «Heute hat jeder über Einhundert Prozent gegeben! Vor allem Steve, Max und natürlich Pippo haben Unglaubliches geleistet», so der überglückliche Hofmann nach dem 21:20. Der TSV Westendorf ist nun Tabellendritter, hinter den punktgleichen Benningern.

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