Halblech
Unglaubliche Frauen

«Die unglaubliche Sensation ist das Abschneiden des einzigen reinen Frauenteams. Birgit Köpf und Kathy Plötz errangen die zweitbeste Zeit aller Teilnehmer.» Die Veranstalter des 24-Stunden-Rennens in Jänschwalde (Lausitz) waren schier aus dem Häuschen. Denn Köpf (Buching) und Plötz (Bad Kötzting) brachen nicht nur in eine Männerdomäne ein, sie fuhren mit ihrem Buggy auch noch schneller als die Geländewagen oder Trucks.

Das Rennen gehört zur German Offroad Masters-Serie, doch nur für die Veranstaltung in Jänschwalde waren Buggys zugelassen. Das ließ sich Köpf nicht nehmen: Die 39-Jährige vom Buchinger «Racing Team Köpf» war einst Deutschlands einzige Frau, die Freestyle mit einem Quad machte, also das vierrädrige Vehikel über eine Rampe fuhr, um damit Sprünge und währenddessen noch Tricks zu zeigen. Doch das 24-Stunden-Rennen war mehr eine Anforderung an Maschine und Physis, als an die Psyche. So war das Ziel des Damenduos eigentlich nur Ankommen. Denn nach dem Start machten die untergehende Sonne, Dunkelheit und Unfälle, später schließlich erste leichte Schäden, Müdigkeit und Kräfteverschleiß den Frauen zu schaffen. «Das war richtig anstrengend. Morgens um sechs hatte ich die Schnauze voll, aber das Rennen ging noch bis 14 Uhr», sagt Köpf erschöpft von der Plackerei.

Doch am Ende wurden die «RZR-Girls» als Neulinge Gesamtzweite. Dritter wurde mit einem anderen Team Philipp Rupp (Seeg), der ebenfalls für das Racing Team Köpf fährt.

Birgit Köpf reitet derzeit auf der Erfolgswelle: Schon 2008 war sie Vizemeisterin in der Bavarian Quad Challenge mit ihrem Buggy. Heuer liegt sie vor dem Ende der Serie uneinholbar in Führung - und der bayerische Meistertitel wird wohl ihrer sein. Zudem plant sie nach ihrem Sturz vor zwei Jahren einen fulminanten Einstieg im Quad-Freestyle: Im Herbst will sie nämlich mit Rupp in Italien den Backflip (Salto rückwärts) mit einem Quad trainieren - da wäre sie mutmaßlich die erste Frau der Welt, die das packt.

Racing Team fährt vorne mit

Auch das Racing Team Köpf, für das sie üblicherweise fährt, weist momentan gute Ergebnisse in der Südbayernserie im Quad auf. Während Haudegen Clemens Köpf (44), der schon Vizemeister war, auf Platz sechs liegt, mischt der Team-Nachwuchs weiter vorn mit. Dominik Dopfer (20/Hopferau) ist Fünfter. Und der erst 17-jährige Max Kotz (Halblech) hat als Vierter sogar noch Chancen auf den Meistertitel.

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