Kempten
«Unbeschreiblich glücklich über Michael»

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Sie können den Blick kaum von ihrem Neugeborenen lassen. Denn sie sind «unbeschreiblich glücklich», die beiden jungen Leute, die dieser Tage Eltern eines gesunden Buben wurden, der als erstes Baby im Allgäu nach künstlicher Befruchtung zur Welt kam (wir berichteten gestern). Für die 30-jährige Mutter und den 31-jährigen Vater aus Kempten hat sich damit ihr sehnlichster Wunsch nach einem Kind erfüllt.

Als das Paar aus Kasachstan, seit einigen Jahren wohnhaft in Kempten, mit 19 Jahren heiratete, war eines klar: Sie wollen eine Familie gründen, Kinder haben. Doch, so die junge Frau, «manchmal spielt das Leben nicht mit» und acht Jahre lang blieb ihr Wunsch nach einem Kind unerfüllt. Je älter beide wurden, desto sorgenvoller blickten sie in die Zukunft - und beschlossen auf Anraten ihres Frauenarztes, sich im Zentrum für Reproduktions- (Fortpflanzungs-) medizin am Kemptener Klinikum behandeln zu lassen. Mit Erfolg: Bereits die erste Behandlung klappte, die junge Frau wurde schwanger und die Geburt des 4300 Gramm schweren Michael verlief ohne Komplikationen und völlig normal, so Professor Dr. Ricardo Felberbaum, Leiter des Reproduktionszentrums und Chefarzt der Frauenheilkunde.

Noch ein Geschwisterchen

Wie stolz der Gynäkologe, der bereits vielen Kindern ans Licht der Welt verhalf, auf diese besondere Geburt ist, merkt man, wenn er den kleinen Buben im Arm hält. «Es ist ein Wunder», lächelt Felberbaum und nickt zustimmend, als die Eltern meinten, sie hätten gerne noch ein Geschwisterchen für ihren Sohn. Dazu, so der Mediziner, würde er die beiden unbedingt motivieren. Denn die Chancen einer weiteren Schwangerschaft nach künstlicher Befruchtung seien nach einer erfolgreichen ersten sehr groß.

Doch vorerst freuen sich die jungen Eltern über ihren Erstgeborenen, sind «stolz und dankbar». Dankbar auch, wie sie betonen, für die «tolle Beratung und Behandlung» im Kinderwunschzentrum am Klinikum Kempten-Oberallgäu. Dr. Ricardo Felberbaum und Reproduktionsbiologe Mohammad Kousehlar hören das gerne, legen sie doch beide Wert auf eine «gesamtmenschliche Behandlung».

Und schön wäre es, lächelt Felberbaum, wenn man davon jetzt auch noch viele niedergelassenen Kemptener Frauenärzte überzeugen könnte. Denn noch kämen die meisten Patienten des Reproduktionszentrums aus umliegenden Städten wie Füssen, Marktoberdorf, Lindau, Ulm und sogar Ingolstadt. 45 Behandlungen haben die Ärzte im Kinderwunschzentrum, das als Einziges an einem kommunalen Krankenhaus in Bayern seit 2008 existiert und alle Methoden der künstlichen Befruchtung anbietet. Darunter auch die Behandlung bei eingeschränkter männlicher Fruchtbarkeit (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion genannt), wie sie bei den Eltern des kleinen Michael angewandt wurde (siehe Infokasten).

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