Marktoberdorf / Ostallgäu
Umgehungsstraße nimmt genauere Formen an

In das Planfeststellungsverfahren für den Neubau der Ortsumfahrungen von Marktoberdorf und Bertoldshofen kommt wieder Bewegung. Die Pläne lagen bereits vor über einem Jahr zur allgemeinen Einsicht aus, worauf Stadt und Bürger im Juni bei einem Erörterungstermin zahlreiche Einwendungen und Änderungsvorschläge vorbrachten. «Die sind berücksichtigt worden», ist Bürgermeister Werner Himmer zufrieden. Daher rechnet er auch nicht damit, dass bei der neuerlichen Auslegung «große Reaktionen» kommen. Sollte dies der Fall sein, könnte nach seiner Einschätzung noch heuer der Planfeststellungsbeschluss erfolgen.

Die Anregungen, die damals in der Runde geäußert wurden, waren derart tief greifend, dass das Staatliche Bauamt Kempten von der Regierung von Schaben den Auftrag erhielt, eine Reihe von Planänderungen vorzunehmen.

Neuer Kreisel an Füssener Straße

An der Einmündung der bisherigen B 472 in die B 16 bei Marktoberdorf wird ein neuer Kreisverkehr errichtet. Der Schillenberg wird durch einen Geh- und Radweg mit Marktoberdorf verbunden.

Die Verbindung zwischen Bertoldshofen und dem Hart wird im Bereich des Brückenbauwerks über die neue B 16 erweitert, um gefahrlosen Begegnungsverkehr zu ermöglichen.

Die Verbindung von Kreen nach Bertoldshofen und dem Hart wird durch Änderungen am Unterführungsbauwerk und Verlängerung des landwirtschaftlichen Begleitwegs verbessert.

Die Straße von Bertoldshofen nach Hausen wird im Bereich der Brücke über die neue B 472 aufgeweitet, um den Begegnungsverkehr und den Viehtrieb zu erleichtern.

Das Gewerbegebiet Altdorf wird durch einen neuen Geh- und Radweg mit dem bestehenden am Pendlerparkplatz verbunden.

Der landwirtschaftliche Parallelweg zur B 472 südöstlich Bertoldshofens wird im wesentlichen durchgehend auf fünf Meter verbreitert.

Am Südrand von naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen in der Gemarkung Bertoldshofen wird ein Weg angelegt, um die notwendigen Verbindungen aufrecht zu erhalten. Die geänderten Pläne werden vom 12. Mai bis einschließlich 11. Juni in Marktoberdorf, Bertoldshofen und Biessenhofen für alle Bürger ausgelegt. Gegen die geänderten Pläne können Betroffene nach Ablauf der Auslegungsfrist noch zwei weitere Wochen lang - bis einschließlich 25. Juni - schriftlich Einwendungen erheben.

Zweiter Erörterungstermin offen

«Gegenstand der erneuten Anhörung sind nur die jetzt eingebrachten Planänderungen», macht die Regierung von Schwaben deutlich. «Einwendungen gegen die unverändert gebliebenen Teile der Planung müssen nicht erneut vorgetragen werden. Sie sind bereits aktenkundig und werden, soweit sie sich nicht erledigt haben, im Planfeststellungsbeschluss abschließend behandelt.

» Ob zu den Planänderungen und den dagegen erhobenen Einwendungen ein zweiter Erörterungstermin anberaumt wird, werde nach Ablauf der Einwendungsfrist entschieden, hieß es. (az/af)

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