Umgehungsstraße muss kommen

Füssen | hs | In diesem Punkt sind sich die vier Bürgermeister-Kanditaten einig: Die Verlängerung der Füssener Nordumfahrung zur Bundesstraße 17 in Schwangau muss kommen, um Füssen nachhaltig vom Verkehr zu entlasten. Bei der Podiumsdiskussion erklärte Paul Iacob, dass es nicht Aufgabe der Stadt sei, hier eine einvernehmliche Lösung mit Schwangau zu suchen. Vielmehr habe man die Umgehung bei den zuständigen Behörden massiv einzufordern. 'Wir müssen Druck machen', forderte Iacob.

Seit Jahrzehnten ist die Umgehungsstraße zwischen den beiden Nachbarorten umstritten: Füssen will sie, Schwangau lehnt sie ab. Alle Versuche, eine einvernehmliche Lösung vor Ort zu finden, scheiterten. Erst vor kurzem beschloss der Schwangauer Gemeinderat, dass im neuen Flächennutzungsplan die von Füssen gewünschte Fortführung der Bundesstraße 310 nicht enthalten sein soll. Der Füssener Stadtrat hat dagegen beantragt, dass die Verlängerung der Nordumfahrung im neuen Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf rutschen soll, also die höchste Dringlichkeitsstufe erhalten soll. Vorschläge für eine Lösung sollen in einem interdisziplinären Seminar an der Technischen Universität in München erarbeitet werden (unsere Zeitung berichtete).

FDP wendet sich an Politiker

In der Diskussion wollte Martin Lochbihler nun wissen, wie die Kandidaten zur Vollendung der Umgehungsstraße stehen. 'Sie muss dringend kommen', sagte Andreas Ullrich. Andreas Rösel berichtete, dass sich die Füssener Liberalen direkt an den FDP-Bundestags-Abgeordneten Rohde gewandt haben, um das Projekt zu beschleunigen. Und Paul Iacob sagte: 'Man darf sich nicht darauf hinaus reden, dass Schwangau nicht mitmacht.' Vielmehr müsse massiv Druck auf Politik und Behörden ausgeübt werden, um die Umgehung zu bekommen.

'Voll inhaltlich unterstützen' konnte Christian Gangl diese Aussagen. Er hat sich in dieser Frage bereits an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gewandt und darum gebeten, die Umfahrung zu forcieren. Herrmann hält dieses Straßenprojekt für notwendig, verweist aber darauf, dass die Entscheidung beim Bund liegt. Allerdings wäre es von Vorteil, wenn Füssen und Schwangau eine gemeinsame Lösung finden würden. Das sieht auch Bürgermeister Gangl - allerdings könne die Lösung wohl kaum vor Ort gefunden werden. In einem weiteren Schreiben bat er Herrmann, dass das Innenministerium dieses für die Bürger so wichtige Projekt 'aktiv und federführend' begleiten soll.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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