Umgehung nicht vergessen!

Füssen/Schwangau | hs | Auch im neuen Flächennutzungsplan muss die Umgehungsstraße von der B 310 zur B 17 berücksichtigt werden. Darauf pochte nun der Füssener Bauausschuss. Man müsse keine genaue Trasse einzeichnen, sondern könne zumindest die Umgehungsstraße nachrichtlich in der Planung aufnehmen, meinte Bürgermeister Christian Gangl. Es sei klar, dass man gemeinsam mit der Nachbargemeinde die beste Lösung für das Straßenbauprojekt finden wolle, versicherte er.

Wie berichtet, stellt die Gemeinde Schwangau nach 40 Jahren einen neuen Flächennutzungsplan auf. In der alten Version aus dem Jahr 1968 war noch eine Trasse für die Umgehungsstraße im Plan, im neuen fehlt sie. 'Wir wollen als Gemeinde nicht, dass in dem neuen Flächennutzungsplan die Umgehungsstraße ausgewiesen wird', hatte Bürgermeister Reinhold Sontheimer erklärt.

Gernot Frenz von der Kreisplanungsstelle hatte den neuen Schwangauer Flächennutzungsplan erarbeitet und war nun in den Füssener Bauausschuss eingeladen worden. 'Wir als Planer befürworten es, Umgehungsstraßen im Flächennutzungsplan darzustellen, um nicht Möglichkeiten zu verbauen', sagte er nun. In diesem speziellen Fall aber - seit Jahrzehnten kommen beide Nachbarorte bei der Umgehungsstraße auf keinen gemeinsamen Nenner - habe man sich dem Wunsch des Gemeinderates gebeugt. Denn die endgültige Trasse für diese Straße sei nicht über einen Flächennutzungsplan zu finden, sondern nur über ein Raumordnungsverfahren.

Wichtige Zukunftsfrage

'Aus Schwangauer Sicht ist das nachvollziehbar, aber hier geht es um die Interessen der Stadt Füssen', sagte Bürgermeister Gangl. Die Umgehungsstraße sei 'eine der wichtigsten Zukunftsfragen überhaupt'. Es sei wichtig, dass man die Füssener Interessen in Schwangau wahrnehme. Daher sollte die Umgehungsstraße zumindest nachrichtlich im neuen Flächennutzungsplan auftaufen, 'als Merkposten', wie es Gangl formulierte.

Eine genaue Trassenführung wollten die Füssener Kommunalpolitiker nicht vorschlagen. Hierzu verwies man auf ein die Arbeiten eines interdisziplinären Seminars an der Technischen Universität in München. Dort sollen Vorschläge für eine Umgehungsstraße erarbeitet werden, hatte das Staatliche Bauamt Kempten vorgeschlagen (wir berichteten).

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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