Benningen / Egelsee
Umgehung: Lösung in Sicht

Seit Jahren will die Gemeinde Benningen eine Ostumfahrung realisieren und ist dabei vor allem auf den Widerstand eines betroffenen Grundeigentümers gestoßen. Nun bahnt sich eine Lösung an. Die Verhandlungen zwischen dem Staatlichen Bauamt Kempten und einem Bauern, durch dessen Grund die geplante Trasse führen soll, stehen kurz vor dem Abschluss. Dies machte Bauamtsleiter Bruno Fischle gestern Nachmittag bei einem Ortstermin mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck, der auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Josef Miller angereist war, deutlich.

Die Frau des betroffenen Landwirts bestätigte, dass eine einvernehmliche Lösung kurz bevorstehe und ihr eine geeignete Ausgleichsfläche zur Verfügung gestellt werde. Zuvor hatte Bürgermeister Meinrad Bernhard betont, dass derzeit täglich rund 8000 bis 10000 Fahrzeuge durch den Ortskern fahren. Daher sei eine zusätzliche Straße, die östlich am Ort vorbeiführt, dringend notwendig. Wie berichtet, soll die rund zwei Kilometer lange Strecke auch als Zubringer zum Allgäu Airport dienen. Um das Projekt zu beschleunigen, habe die Gemeinde nun den Weg über die sogenannte kommunale Sonderbaulast ins Auge gefasst, so Bernhard.

Laut Josef Merk vom Staatlichen Bauamt fungiert die Gemeinde in diesem Fall praktisch als Bauherr und muss einen Teil der Baukosten mitfinanzieren, die auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt werden. Dadurch wäre aber ein Baubeginn in absehbarer Zeit möglich.

Bis an die Schmerzgrenze

Bernhard sprach von einer Förderung in Höhe von 80 Prozent vonseiten des Freistaats. «Das müsste wohl möglich sein», so der Bürgermeister in Richtung des Staatssekretärs. «Ich kann ihnen hier und heute keine 80 Prozent zusagen», entgegnete Eck. Man wolle jedoch den höchstmöglichen Fördersatz ausloten und dabei «bis an die Schmerzgrenze gehen».

Er schlug einen runden Tisch vor, «bei dem wir alles nochmals im Detail durchsprechen können». Josef Miller drängte darauf, dass die Gemeinde nun schnell zum Zug kommen müsse, da sie sich seit Jahren um das Projekt bemüht.

Bei einem weiteren Besuch des Innenstaatssekretärs in Egelsee ging es um ein mögliches, rund ein Kilometer langes Verbindungsstück von der dortigen Illerbrücke zur Entlastungsstraße Steinheim. Die alte Verbindung von der Brücke zum Kreisverkehr an der Europastraße ist laut Josef Miller in die Jahre gekommen. Im Gespräch mit Günter Riedmiller, dessen Grund auf einer angedachten Trasse liegt, gab dieser an, dass er sein Wasser aus seinem eigenen Brunnen beziehe und die Wasserqualität dadurch beeinträchtigt werden könnte. Miller erklärte, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, man stehe bereits unmittelbar vor einer Planung.

Die angedachte Trasse befände sich nördlich der bestehenden Straße.

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