Stötten
Umgehung erregt Gemüter

Die lange geforderte Ortsumfahrung von Steinbach kam erneut zur Sprache, diesmal beim AZ-Leserstammtisch im Schützen-stüble in Stötten. Nach erfolgreichen Grundstücksverhandlungen stehe die Trasse im Grunde fest und solle in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden, erklärte Bürgermeister Joachim Ernst. Wie sich das Projekt finanzieren lässt, ist mit einem Augenzwinkern für ihn klar: «Ich denke, dass Marktoberdorf die Umgehung so schnell nicht bekommt. Dann hoffe ich auf das Geld.»

So einfach wird es jedoch nicht. Dazu muss die Umgehungsstraße von Steinbach erst einmal im Bundesverkehrswegeplan als «vordringlicher Bedarf» eingestuft werden. Damit das geschieht, setzen nicht nur die Steinbacher auf die Politiker, allen voran diejenige Person, die künftig das Ostallgäu im Bundestag vertritt.

Auch Rieder möchte eine Umgehung. Zumindest soll der Marktoberdorfer Stadtteil nach dem Willen einer örtlichen Initiative durch eine andere Verkehrsführung entlastet werden. Dass die dann über die Burker Straße in Stötten führen könnte, stößt wiederum den Anwohnern dort sauer auf. So zählte eine Leserin an einem Donnerstagnachmittag innerhalb einer Viertelstunde 47 Autos. Am Wochenende seien es durch den Ausflugsverkehr noch mehr.

In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen, so Ernst, soll das Thema aufgegriffen werden. Anlass ist auch ein Flugblatt, das in der Gemeinde kursiert. Die Verfasser bitten darin um Unterschriften für die Variante über die Burker Straße. Das sei mit der Gemeinde überhaupt nicht besprochen, stellte Ernst klar.

Pavillon in diesem Jahr

Voran geht es dagegen mit dem Pavillon am Vereinsheim «D Post». Der soll in diesem Jahr unter Mitwirkung der Vereine gebaut werden. Dabei erwarte die Gemeinde aus Mitteln der Dorferneuerung einen Zuschuss von 63 Prozent der Baukosten von rund 55000 Euro.

«Die Gemeinde wird den TSV nicht hängen lassen», betonte Ernst und nahm damit Stellung zum Plan des Sportvereins, im Anschluss an das Autohaus Hindelang einen Bolz- und Trainingsplatz zu bauen. Ein Drittel der Kosten von 150000 Euro will der TSV stemmen und ein Drittel soll über einen Kredit finanziert werden, zum dem der Gemeinderat eine Ausfallbürgschaft zusagte (wir berichteten). Für das fehlende Drittel beantragte der Verein einen Zuschuss von der Gemeinde. Weil unklar ist, in welcher Größenordnung sich Landessportverband und Landkreis beteiligen, soll der Verein weitere Zahlen vorlegen.

Sorge um Mühlbach

Um einiges teurer wird wohl eine Hochwasserfreilegung des Mühlbachs. Durch den Bau eines Wehrs mit Kiesfang und Holzrechen sei eine große Wirkung erzielt worden, sagte Ernst. Die am Leserstammtisch angesprochene Teilsanierung des Gewässers mache keinen Sinn. Da sei eine Gesamtüberplanung nötig. Wenn sich aber an der Böschung Teile lösten, «müssen wir handeln». Insgesamt verschlinge ein solches Projekt große Summen. «Und wir haben keine Möglichkeit, die Kosten wie bei Wasser oder Abwasser auf die Gemeinschaft umzulegen.»

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