Memmingerberg
Umgehung: Anwohner befürchten weitere Lärmquelle

Die geplante Entlastungsstraße nordöstlich von Memmingerberg stößt bei einem Teil der Bürger auf Widerstand. Rund 90 Anwohner aus dem nördlichen Teil der Gemeinde (Bereich Künersberg, Sandstraße und Sponellenweg) haben sich zu einer Unterschriftengemeinschaft zusammengeschlossen, da sie seit dem Lückenschluss der A 96 zwischen Erkheim und Memmingen «von einem unerträglichen Lärm beschallt» werden, wie Dieter Müller als Sprecher der Initiative erklärt. Mit der geplanten Umgehung befürchtet die Gemeinschaft künftig ein erhöhtes Verkehrsaufkommen am Kreisverkehr im Bereich Künersberger Straße. «Damit hätten wir schon bald eine zweite Lärmquelle in aller nächster Nähe», so Müller.

Als Alternative schlägt die Gemeinschaft eine Autobahnanschlussstelle im Osten von Memmingerberg vor. Eine vorübergehende Lösung könne aus Sicht der Initiative auch eine Autobahnbrücke über die A 96 sein, deren Verlauf entlang der Autobahn schließlich auf die Kreisstraße MN 15 führt (siehe Infografik).

In einem Schreiben an die zuständigen Behörden habe man die Probleme dargestellt und die Alternativlösungen vorgeschlagen. «Die Antworten fielen unterschiedlich und für uns negativ aus», berichtet der Memmingerberger. Lediglich der Landtagsabgeordnete Josef Miller habe ihnen zugesagt, sich um das Problem Autobahn zu kümmern.

Mit einem neuen Autobahnanschluss, so Müller, wären alle künftigen Verkehrsprobleme, «die zwangsläufig bei der rasanten Entwicklung des Allgäu Airports vorhersehbar sind, für alle Beteiligten gelöst». Der Kreisverkehr an der Künersberger Straße könne nach einer Studie nicht mehr als 12000 Fahrzeuge täglich aufnehmen. «Die Umgehung soll aber einmal 16000 Fahrzeuge pro Tag bewältigen», so der Sprecher der Initiative. Hinzu kämen unter anderem Fahrzeuge, die von der Autobahn ab- und auffahren und die Umgehungsstraße nicht benötigen sowie der Pendlerverkehr zwischen Trunkelsberg und Memmingen.

«Da der Kreisel aus Platzgründen nicht vergrößert werden kann, haben wir die Idee einer vor Jahren von den Gemeinden Memmingerberg und Trunkelsberg diskutierten Alternativtrasse wieder aufgenommen», so Müller zu einer möglichen Autobahnbrücke über die A 96. Diese Trasse habe den Vorteil, dass der Verkehr, der sich Richtung Westen zum Autobahnkreuz Memmingen-Nord orientiert, bereits dort auf die Autobahn fahren kann, ohne den Kreisverkehr zu tangieren. Auch Fahrzeuge aus Richtung München mit dem Ziel Allgäu Airport würden ohne Probleme direkt auf die Umgehungsstraße fahren. Entlang der Trasse seien auch Lärmschutzmaßnahmen möglich, so Müller.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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