Kaufbeuren / München
Ulrike Butz zur Pfarrerin ordiniert

Ulrike Butz aus Kaufbeuren wurde jüngst in der St.-Lukas-Kirche in München zur Pfarrerin ordiniert. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler beauftragte die Vikarin im Namen der Landeskirche zum Dienst als Pfarrerin. Breit-Keßler stellte die vielfältigen Talente und Begabungen der Menschen heraus. Es sei nicht richtig, diese Talente ängstlich zu hüten, sondern man müsse etwas aus ihnen machen, mit ihnen zum Wohle der Menschen arbeiten.

«Reichhaltige Begabungen»

So sei es auch bei der jungen Pfarrerin Ulrike Butz, die in Studium und Vikariat ihre reichhaltigen Begabungen gezeigt habe und diese nun in den Dienst der Verkündigung von Jesus Christus zu stellen bereit sei. Nach einem Bläserstück standen der Bischöfin fünf Assistenten bei der Segnung und Ordinationshandlung zur Seite. Der festliche Ordinationsgottesdienst bekam nicht nur durch die musikalische Ausgestaltung eine besonderee, auch familiäre Atmosphäre. Eine Assistentin war Gisela Butz, die Mutter der Pfarrerin. Der Posaunenchor der Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren unter der Leitung von Joachim Butz spielte zum Einzug der Geistlichen und Assistenten «Singt unserm Gott» von Georg Friedrich Händel.

Im Wechsel mit dem bekannten Kirchenmusikdirektor Gerd Kötter an der Orgel begleitete der Bläserchor den Gemeindegesang und brachte nach der Predigt das moderne Kirchenlied «Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne» zu Gehör. Die Schwester der Pfarrerin setzte mit drei Arien weitere Glanzpunkte in dieser erhebenden Feierstunde: Cornelia Butz, zurzeit im Opernchor am Staatstheater Braunschweig engagiert, erfüllte mit dem Volumen ihrer Stimme den Raum der größten evangelischen Kirche Münchens.

Auch die junge Pfarrerin hatte während ihres Studiums Gesangsausbildung erhalten. Doch nicht nur mit ihrer Stimme, auch mit Musikinstrumenten weiß die gebürtige Kaufbeurerin Ulrike Butz umzugehen. Seit zwanzig Jahren spielt sie schon Trompete im Posaunenchor der Dreifaltigkeitskirche, den ihr Vater leitet.

In ihrer Gemeinde und im Dekanat Kempten war sie viele Jahre in der Jugendarbeit als ehrenamtliche Betreuerin tätig. Sie studierte elf Semester Theologie in Erlangen und Tübingen. Ein sehr forderndes Praxissemester absolvierte sie bei der Berliner Stadtmission. Nach der ersten theologischen Prüfung ging sie als Vikarin zweieinhalb Jahre an die Friedenskirche in Gräfelfing bei München. Nach bestandenem zweiten Examen im März dieses Jahres wurde sie nun zur Pfarrerin berufen.

Als Pfarrerin «zur Anstellung», wie es offiziell drei Jahre lang heißt, führt der Weg im Normalfall in eine Gemeinde, in der die junge Geistliche auf der zweiten oder dritten Pfarrstelle tätig sein sollte. Pfarrerin Ulrike Butz hingegen wird ihr erstes Dienstjahr im Ausland verbringen. Sie übernimmt im Rahmen eines Partnerschaftsvertrages mit der schottischen Kirche eine Pfarrstelle in Edinburgh.

Dort soll sie die Verbindung zur Landeskirche pflegen und neben den Gottesdiensten besonders Aufgaben in der Jugendarbeit übernehmen.

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