Immenstadt
Überraschung im Schloss

Das Cembalo, als es schon auf der roten Liste bedrohter Instrumente stand und bald vom Hammerflügel verdrängt wurde - so könnte man das Motto des Konzertes von «NeoBarock» im Schloss Immenstadt beschreiben.

Was zusammen mit Geige, Bratsche und Cello an Frühklassik erklang, egal ob von Johann Christian Bach oder Joseph Haydn, unterforderte in seinem nett dahin plätschernden Grundton allerdings die jungen Virtuosen. Und auch ein Quartett des 15-jährigen Beethovens war kein Geniestreich. Da hatte eine Komposition von Carl Philipp Emanuel Bach, unter Aufsicht seines Vaters gefertigt, entschieden mehr Esprit.

Überraschungssieger das Abends war aber ein gewisser Gottfried Heinrich Stölzel, Bach-Zeitgenosse am Hof zu Gotha, der in seinen Quartetten das Cello nicht mehr als Knecht des Generalbasses behandelte, sondern ihm eigene melodische Aufgaben zuwies.

Eine Musik, in der barocker Konstrukteursgeist noch lebt, aber schon ein neues Freiheitsbedürfnis erwacht ist - von den jungen Virtuosen lustvoll zum Klingen gebracht.

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