Niedersonthofen
Über kommunale Kracher und Bonzen im Bund

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Vor allem «die Schwarzen» bekamen beim Grünen Aschermittwoch ihr Fett weg - auf allen Ebenen. Sei es OB Dr. Ulrich Netzer, der statt 600000 Euro Gehalt jetzt Kies unter dem Hildegardplatz rausholen und gleich noch eine Tiefgarage bauen wolle. Oder Ministerpräsident Horst Seehofer, der den schwersten Job habe: «Stellen sie sich mal vor, sie würden ständig ihre Meinung ändern», wetterte Bundesfraktionsvorsitzende Renate Künast.

Im vollen Saal des Gasthofs Krone in Niedersonthofen gab es vom Landtagsabgeordneten-Duo Thomas Gehring und Adi Sprinkart erst mal einen Nachbrenner zum vergangenen Jahr: Mit der Aussage, es sollten nicht noch mehr Kinderkrippen gebaut werden, würde Landrat Gebhard Kaiser vielleicht ein paar alte Mannsbilder begeistern, aber keine berufstätigen Frauen.

Auch kam das Verhältnis zwischen Stadt und Land auf den Prüfstand. Die Oberallgäuer Kliniken würden etwa schwarze Zahlen schreiben, während in Kempten Miese gemacht würden. Dann habe man sich zusammengetan, nach dem Motto: Stadt und Land Hand in Hand. «Oder Stadt an der Hand vom Land?», fragte Gehring.

Nicht fehlen durften bei dem verbalen Rundumschlag der beiden Oberallgäuer unter anderem die Themen Allgäu Airport («die fliegen alle weg und kaum einer her»), Klimaschutz und Bildungspolitik. Auch die Landesbank, deren Finanzabenteuer auf Stoibers Mist gewachsen seien, kam zur Sprache. Er habe mit den Großen der Finanzwelt mitspielen wollen - oder, wie Gehring es nannte, «mit den großen Hunden seichen wollen, aber das Bein nicht hochbringen».

Mit der Bundespolitik ging «Star- und Stammgast» Künast hart ins Gericht. Sie prognostizierte der schwarz-gelben Ehe nach elf Jahren Verlobungszeit und 100 Tagen Flitterwochen die Scheidung. Ferner nahm sie das Kabinett verbal auseinander. Zu Guttenberg sei der Lothar Matthäus der Verteidigungspolitik: «Der kann breit grinsen und schnell schießen.

» Gesundheitsminister Rösler bekam den Titel «Arzt im Praktikum». Und Peter Ramsauer? «Einer musste ja Verkehrsminister werden.» Ihr Liebling an diesem Abend war jedoch Westerwelle: «Er sagt, hinter ihm stehen Millionen, ich sage, nicht Millionen, sondern Millionäre». (fe)

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