Leeder
Über die Landkreisgrenze zum Rettungseinsatz

Wie eine «große Mauer» erwies sich bislang die Grenze zwischen den Landkreisen Landsberg und Ostallgäu, wenn es um den Rettungseinsatz der Feuerwehren ging. Dies soll in absehbarer Zeit mit der Neustrukturierung der Leitstelle in Kempten entscheidend verbessert werden. Um schon jetzt die Zusammenarbeit zu testen, veranstalteten die drei Fuchstaler Ortsfeuerwehren gemeinsam mit ihren schwäbischen Nachbarn aus Aufkirch, Lengenfeld und Oberostendorf eine Großübung im Leederer Weiler Welden.

Simuliert wurde dabei ein Verkehrsunfall, bei dem ein Auto in eine Garage gefahren war und Feuer gefangen hatte. Die etwa 80 eingesetzten Feuerwehrleute waren nicht nur mit dem Löschen des Brandes und dem Retten des eingeklemmten «Unfallopfers» beschäftigt, sondern mussten vor allem die Wasserversorgung sichern. Diese sei mit dem einzigen vorhandenen Hydranten nicht gewährleistet gewesen, berichtete Kommandant Martin Guggenmos aus Leeder. Denn statt der benötigten etwa 1000 Liter pro Minute standen nur etwa 300 bis 400 Liter zur Verfügung. Deshalb musste von den Feuerwehren eine Leitung bis zum Lohrweiher verlegt werden. Die Löschwasserversorgung in Welden ließe sich durch das Hinzuschalten der zweiten Pumpe im Becken der Wasserversorgung deutlich verbessern, merkte Guggenmos an. Leider sei man mit diesem Hinweis bei der Gemeinde bislang noch nicht weiter gekommen, erklärte er.

Zufrieden war Guggenmos mit dem Ablauf der Übung, die Kreisbrandmeister Johann Hagenbusch mit organisiert hatte. Die Zusammenarbeit der Wehren habe gut geklappt, meinte er. Da voraussichtlich erst ab November die für Landsberg zuständige Leitstelle in Fürstenfeldbruck unmittelbar mit Kempten Kontakt aufnehmen kann, erfolgte auf schwäbischer Seite die Alarmierung für diese Übung noch auf althergebrachte Weise. Dazu wird von Fürstenfeldbruck aus bei der Polizei in Buchloe angerufen, die dann die Einsatzbefehle an die Feuerwehren in ihrem Zuständigkeitsbereich gibt. Das habe eine Verzögerung von vier bis fünf Minuten bedeutet, meint Guggenmos.

Früher Probleme aufgetreten

Die bislang schwierige Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen hatte in der Vergangenheit bei Versammlungen die Gemüter der Fuchstaler Feuerwehrleute erhitzt. Denn während bei einem Großbrand im schwäbischen Lengenfeld im Juli 2007 zahlreiche Wehren aus dem Ostallgäu und bis aus Kaufbeuren an den Einsatzort rasten, wurden die Kollegen aus den nur etwa fünf Kilometer entfernten Nachbarorten Asch und Leeder nicht alarmiert.

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