Füssen/Schwangau
Tüfteln und miteinander reden

Wie könnte eine Umfahrung von Füssen nach Schwangau aussehen? Mit dieser Frage, die seit Jahrzehnten für Streit zwischen beiden Nachbarorten sorgt, beschäftigten sich Baureferendare in einem Seminar an der Technischen Universität München (wir berichteten).

Ihre Empfehlung an beide Orte: Um eine Lösung finden zu können, ist eine «Kombination von professioneller Planung und einer Kommunikationsstrategie» notwendig, die von Profis moderiert werden sollte. Vor allzu viel Euphorie warnt allerdings Füssens Bürgermeister Paul Iacob: Zwar müsse man das Projekt jetzt anschieben. Doch für eine Umsetzung benötige man sicher zehn bis 15 Jahre - «wenn es gut läuft».

Konzepte für Tourismus

Die künftigen Führungskräfte der Bau- und Umweltverwaltung entwickelten nicht nur für die Umgehung Lösungsansätze. Es ging auch um Tourismuskonzepte für die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Denn: «Ein seit längerem schwelendes Problem im Umfeld der Schlösser ist die stetige Zunahme des durchschnittlichen täglichen Verkehrs in den Ortsdurchfahrten Füssen und Schwangau», heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Einschätzung, die Schwangaus Bürgermeister Reinhold Sontheimer nicht teilt: Man könne die Verkehrsbelastung der Orte nicht ausschließlich auf Besucher der Königsschlösser zurückführen. Die Baureferendare versuchten bei ihren Lösungsansätzen, den Verkehr zu reduzieren oder in «konfliktarme» Bereiche zu leiten und dort zu kanalisieren. Dabei wurden ortsnahe und weiträumige Umfahrungen ebenso vorgeschlagen wie Tunnel oder ein intelligentes Parkraummanagement.

Umsetzung ist offen

Ob jemals eines der entwickelten Konzepte umgesetzt werden kann, ist freilich offen. Für die Baureferendare steht aber fest: «Dringend muss eine Lösungsstrategie für das gemeinsame Problem der verschiedenen Beteiligten gefunden werden.»

Tunnel oder doch ein Damm?

Rathaus-Chef Iacob meint nach einem Blick auf die Konzepte: «Eine Verkehrsentlastung für Füssen ist nur über eine neue Straße zu erreichen.» Wobei er die Tunnel-Varianten bevorzugt: «Die Straße muss so weit es geht unterirdisch geführt werden.»

Oder man setze doch auf eine Dammlösung im Forggensee - dann könne nämlich ein Teil des Sees ständig mit Wasser gefüllt bleiben. Das sei auch mit Blick auf das Festspielhaus interessant, so Iacob.

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