Aufstieg
TSV Sulzberg holt sich die Meisterschaft in der B-Klasse: Mit Schwung in die A-Klasse

Es war schon ein wenig kurios, was sich da zum Saisonende in der Fußball-B-Klasse 8 abspielte, oder eben auch nicht abspielte.

Drei Spieltage vor Schluss stand der TSV Sulzberg II noch hinter dem TSV Altusried/Krugzell II und dem TSV Heising II auf dem dritten Platz und nur einen Zähler vor dem TSV Blaichach.

Am Ende hatte sich der TSV Sulzberg II die Meisterschaft gesichert, weil er nur noch einmal antreten musste und diese Partie beim SSV Wildpoldsried II auch mit 4:1 gewann. Die zwei anderen Begegnungen zum Ende der Saison beim TV Haldenwang II und gegen den TSV Blaichach gingen an Sulzberg II, da die Gegner jeweils nicht antraten und das Sportgericht jeweils die drei Punkte mit 2:0 Toren für Sulzberg II wertete.

Trainer

Nichtsdestotrotz freuten sich die Sulzberger mit ihrem Coach Guido Lichner (52) über den Titel. Er steht seit vier Jahren dort an der Linie. Zweimal schaffte er es mit der Sulzberger Reserve in die Relegation um den Aufstieg. 2014 gab es mit 1:3 eine Niederlage gegen den TV Haldenwang II. Im vergangenen Jahr war erst im Elfmeterschießen gegen den SV Eggenthal II Endstation. "Wir haben in dieser Saison daraufhin gearbeitet, dass es endlich klappt", sagt Lichner. Der neuerliche Kraftakt wurde belohnt.

Die Umstände, wie es letztlich zur Meisterschaft kam, gefallen Lichner so ganz und gar nicht: " Ich sehe es als grob unsportlich an, dass die Vereine nicht mehr angetreten sind. Es ist schon fraglich, wenn die Haldenwanger Reserve nicht mehr antritt. Kann sein, dass es personelle Engpässe gab. Aber bei Blaichach verstehe ich es überhaupt nicht.

Es ist die erste Mannschaft und da sollten einfach ausreichend viele Spieler zur Verfügung stehen. Alle waren damals da. Unsere Mannschaft, Zuschauer, Schiedsrichter. Nur Blaichach kam nicht. Für die ging es halt um nichts mehr. Aber so was verstehe ich einfach nicht. Das sollte vom Verband streng bestraft werden."

Saison

Es war lange ein knappes Rennen um die Meisterschaft. Durchgesetzt hat sich Sulzberg II. Lichner ist ein fairer Sportsmann und sagt: "Alle drei Vereine hätten die Meisterschaft verdient. Diese drei Klubs waren top und steigen zu Recht in die A-Klasse auf." Dort wird es kommende Runde ein Wiedersehen dieses Trios geben.

Torjäger

Mike Fink traf 21 Mal und zeichnete laut Lichner auch für den 100. Treffer für Sulzberg II verantwortlich. Es sei etwas Besonderes, diese Marke zu übertreffen, sagt Lichner. Dementsprechend sei die Trefferausbeute auch gefeiert worden. "Da wurde mehr, als nur das eine oder andere Bier getrunken." Nicht nur Fink war für Lichner eine Korsettstange in der vergangenen Saison. Auch auf Kapitän Roman Sommer, Lukas Pfänder oder den jungen Tobias Erhart wird der Trainer in der A-Klasse verstärkt bauen.

Aussicht

Lichner wird in der kommenden Saison den TSV Sulzberg II trainieren. "Ja, ich habe verlängert," sagt er. "Dort taugt es mir. Das Umfeld in Sulzberg passt. Ich kann gut arbeiten. Und die Mannschaft zieht voll mit." Alle Spieler bleiben, nur zwei hören auf. Das spricht dafür, dass die Chemie stimmt. Zu weit will sich Lichner nicht aus dem Fenster lehnen, wenn es um das Saisonziel geht: "Ganz klar der Klassenerhalt. Alles andere wäre vermessen. Und dafür müssen wir hart arbeiten. Wir werden auf viele erste Mannschaften bei den anderen Vereinen treffen." Es könne aber auch sein, dass man wieder absteigen müsse. Lichner: "Sicher. Kann passieren. Da werden viele Dinge eine Rolle spielen. Aber wir nehmen den Schwung mit, den wir nach der Meisterschaft haben."?

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