Westendorf
TSV schrammt haarscharf an einer Sensation vorbei

Im Vorfeld vor dem Kampf in der Zweiten Ringer-Bundesliga gegen den Tabellendritten TuS Adelhausen gab es wie in den Wochen zuvor ein paar Umgestaltungen im Team von Bernhard Hofmann. Michi Heiß rückte in die erste Mannschaft und trat bis 74kg Greco an, sein Bruder Philipp rückte dafür eine Klasse auf. Leider mussten die Westendorfer auf Micheil Tsikovani verzichten, da dieser derzeit in seiner Heimat Griechenland an den nationalen Meisterschaften teilnimmt.

Die Umstellung erwies sich aber im Nachhinein als Vorteil: Da die Adelhausener mit den noch ungeschlagenen Westendorfer Punktegarant Philipp Heiß in der 74kg-Klasse rechneten, ließen sie diese leerlaufen und Michael Heiß konnte die Punkte kampflos holen. Tizian Reggel legte im ersten Kampf gleich gut los und führte sogar 1:0 gegen Gene Ajeti, der ihn aber kurz darauf auf beide Schultern legte. Bis 120kg war der TSV dann aufgrund des Fehlens von Tsikovani unbesetzt. Dann kam es dann zum Duell zweier großer deutscher Nachwuchstalente: Steve Masuch gegen den amtierenden deutschen Juniorenmeister Denis Grethler. Runde eins endete nach spektakulären Aktionen 5:7 für Grethler. Runde zwei konnte sich der TSV-Athlet holen, doch in zwei darauf folgenden Runden hatte er wieder das Nachsehen. Bernd Nothelfer hatte mit Manuel Fix einen deutschen Spitzenringer vor sich.

Runde eins ging an Fix. In Runde zwei kam dann der sehr parteiisch wirkende Schiedsrichter ins Spiel. Nothelfer war kurz davor eine Wertung zu erzielen, als der Unparteiische die Aktion abpfiff, sehr zum Ärger der Westendorfer Fans: «Unglaublich, dass man so eine Aktion einfach abbricht. Notze hätte in der nächsten Sekunde die Wertung gemacht und zumindest einen Punkt geholt», so Hofmann. Der Kampf endete 0:3.

Einen seiner besten Kämpfe in seiner bisherigen Ringerkarriere machte Max Goßner: In Runde eins verletzte er sich gegen den amtierenden rumänischen Meister Zsolt Berki scheinbar so schwer an der Schulter, dass er kurz vor dem Aufgaben war. Doch Goßner raffte sich auf und wuchs mehr als über sich hinaus: Runde eins ging mit 1:0 an den Unterostendorfer.

In Runde zwei gab es dann im Bodenkampf eine sehr strittige Situation. Der oftmals unfair ringende Rumäne hob Goßner mit nicht regulären Mitteln aus, was vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde. Doch dann drehte der 18-Jährige erst richtig auf: Runde drei gewann er sensationell mit 2:0 - ebenso wie die letzte Runde mit 3:0. Zur Halbzeit stand es also 14:4 für Adelhausen.

Stühle mit Geheimwaffe

Nach der Pause legte Christian Stühle los wie die Feuerwehr und holte durch seine Geheimwaffe («Abzwicker») einen Schultersieg. Mathias Einsle hatte gegen Denis Grether in den entscheidenden Situationen zu oft zu wenig Glück und verlor 1:3. «Pippo» Heiß zeigte dann, dass er auch bis 84kg wohl kaum schlagbar ist. Er siegte ganz deutlich technisch überlegen gegen Tobias Oswald.

Michi Heiß holte dann vier Punkte kampflos. Im letzten Kampf traf Shenol Ali Ahmed auf Adrian Mazan. Der Vorrundenkampf war in Adelhausen ein ringerischer Leckerbissen: damals siegte Mazan äußerst knapp mit 2:3. Doch an diesem Abend machte sich bemerkbar, dass Shenol eigentlich ein 66kg-Mann ist: «Mazan hat einfach mehr körperliche Masse gehabt, das konnte Shenol heute leider nicht durch seine überragende Technik ausgleichen», sagte Hofmann.

Am nächsten Samstag findet der letzte Heimkampf der Bundesligasaison 2009 gegen den TSV Benningen statt. Danach wollen die Ringer wie jedes Jahr gemeinsam mit ihren Fans die Saison mit einer Party feiern.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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