Gerolfing
TSV Kottern nicht zu bremsen

Eine Stunde nach dem Schlusspfiff war der Gerolfinger Co-Trainer Uwe Weinrich noch immer sprachlos: «So etwas habe ich noch nicht erlebt. Die haben mit uns Katz-und-Maus gespielt.» Mehr brachte er nicht heraus nach dem 0:6 (0:5)-Debakel seiner Mannschaft in der Fußball-Landesliga Süd gegen den TSV Kottern. Eitel Freude dagegen beim Aufsteiger aus dem Oberallgäu: Mit dem zweiten Kantersieg innerhalb von vier Tagen, bei dem sie bereits in der ersten Viertelstunde fünf Mal getroffen hatten, haben die Sankt Manger Senkrechtstarter die Tabellenspitze übernommen.

Die Partie begann furios: Manuel Wiedemann schloss einen schönen Pass von Patrick Wachter zur Führung ab (4. Minute). Im direkten Gegenzug hätte Gerolfing schon ausgleichen können, der FC-Stürmer setzte den Ball aber knapp neben das Tor (5.). Zwei Minuten später erhöhte Kottern auf 2:0 durch Axel Fuchsenthaler, der eine feine Kombination über Christian Geiger und Daniel Eisenmann bravourös abschloss (7.). Wieder im Gegenzug hätte der Gastgeber erneut verkürzen können, Stürmer Bastian Blabl vergab aber freistehend vor dem Tor und schoss daneben (8.). Wiederum nur eine Minute später erzielte Wiedemann mit seinem zweiten Treffer und dem dritten Angriff des TSV das vorentscheidende 3:0 (9.). Kurz darauf verwandelte Christian Geiger einen Freistoß direkt von der linken Seite, wobei Torwart Robert Mörtl nicht sonderlich gut aussah (13.

). Somit war das Spiel entschieden, aber Kottern legte durch Fuchsenthaler nach, dem nach schönem Solo das 5:0 gelang (15.). Danach schalteten die Kotterner einen Gang zurück, Torwart Martin Gruber musste nur noch einmal retten (17.), und der nach 18 Minuten eingewechselte Gerolfinger Viktor Knoll sah bereits in der 44. Spielminute die Gelb-Rote Karte.

In der zweiten Hälfte passierte nicht mehr viel. Kottern wollte zu Null spielen, den Gastgebern gelang nur ein Treffer, der allerdings wegen Abseitsposition nicht gegeben wurde. Danach traf Manuel Wiedemann nach schöner Vorarbeit von Daniel Eisenmann noch zum 6:0-Endstand (60.). Axel Fuchsenthaler hatte noch mehrere Treffer auf dem Fuß, verpasste den Ball jedoch knapp am langen Eck bzw. vergab einmal mit dem Kopf.

Das Schlusswort nach dem beeindruckenden Kotterner Auftritt sprach dann nochmals Gerolfings Co-Trainer Weinrich, als er seine Fassung einigermaßen wiedergefunden hatte: «Gott sei Dank hat Kottern nach einer Viertelstunde seine Bemühungen danach auf ein Minimum zurückgefahren. Ich will mir lieber erst gar nicht ausmalen, wie das heute sonst für uns ausgegangen wäre.» (ah)

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