Füssen
Trutzbündnis fürs Kaiserfest

Es ward in jedem Jahr ein gar fürchterliches Ringen: Hält Ihre Majestät Kaiser Maximilian II. nun Einzug in Füssen oder nicht? Diese Frage stellt sich künftig nicht mehr. Denn seit Mittwoch gibt es ein Schutz- und Trutzbündnis für das Füssener Kaiserfest: Veranstalter Kaiserverein, die Stadt sowie Füssen Tourismus & Marketing (FTM) unterzeichneten im Rathaus einen unbefristeten Kooperationsvertrag.

Das Ziel: Das mittelalterliche Spektakel soll dank gemeinsamer Anstrengung eine tragende Säule im jährlichen Veranstaltungsreigen werden. Paul Iacob schwebt eine «feste Institution im Allgäu vor», die an das Tänzelfest in Kaufbeuren oder die Wallensteinspiele in Memmingen heranreicht. «Wir müssen bei den festen Veranstaltungen anschieben. Da sind wir etwas stehengeblieben», so der Rathauschef. «Was jetzt geplant ist, bringt Stadt und Region nach vorn.»

«Es freut mich, dass ein Weg gefunden wurde, um das Ganze auf sichere Beine zu stellen», verwies Peter Witzgall, der neue Vorsitzende des Kaiservereins, auf das «tragfähige Konzept», das allen Seiten Halt biete. Besonders wichtig für den Verein sei die Absicherung des Schlechtwetter-Risikos. Schließlich schlage jedes Kaiserfest mit Unkosten von fast 50000 Euro zu Buche.

«Wenn dann wegen Regens die Besucher ausbleiben, ist das ohne Versicherung eine Katastrophe», verdeutlichte Witzgall. Dank der frühzeitigen Planungssicherheit und des guten Namens des Kaiserfestes in der Mittelalter-Szene ziehe es 2010 «hochklassigste Darsteller» nach Füssen, versprach der Vorsitzende. «Wir sind beispielsweise mit dem Showteam ,Excalibur in Verhandlung.» Die Rittertruppe ist europaweit auf Tour und zählte zuletzt zu den Höhepunkten bei den Kaltenberger Ritterspielen. Angepeilt werden an den drei Tagen die Marke von bis zu 20000 Besuchern.

Unverständliches Ringen

An frühere Reibungspunkte erinnerte Kaiser-Darsteller und Zweiter Vorsitzender Manfred Wagner: «Es ist unverständlich, dass man «in der Vergangenheit so ringen musste, um die eigene Historie zu vollziehen.» Umso erfreulicher sei es, dass man nach fast zehn Jahren in FTM-Chef Stefan Fredlmeier einen Partner gefunden habe, mit dem man gut zurechtkomme. Wobei beim Kaiserfest noch längst nicht alles ausgeschöpft sei: «Etliche historische Themen liegen noch brach.» (raf)

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