Feuerbestattungen
Trotz Verfahren: Zweites Krematorium in Kempten im Bau

In einer früheren Industriehalle werden derzeit zwei Krematoriumöfen aufgebaut. In acht Wochen soll der Probebetrieb starten.
  • In einer früheren Industriehalle werden derzeit zwei Krematoriumöfen aufgebaut. In acht Wochen soll der Probebetrieb starten.
  • Foto: Peter Januschke
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Das Bekanntwerden staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung „kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt für mich“, sagt der Kemptener Krematoriumsbetreiber Roger Probst. Der 53-jährige Unternehmer ist gerade dabei, zwei weitere Krematoriumöfen im Gewerbegebiet Ursulasried zu bauen. In acht Wochen soll der Probebetrieb starten. Danach hofft er darauf, dass Bestattungsunternehmer bis aus dem Münchner und Stuttgarter Raum mit ihm zusammenarbeiten. Durch die Anschuldigungen über Geschäfte mit metallischen Überresten von Einäscherungen Verstorbener und den voraussichtlich anstehenden Prozess fürchtet Probst einen „nicht abzuschätzenden Imageschaden“.

Das Krematorium werde er in jedem Fall weiter betreiben, sagt der Unternehmer. Dies gelte auch für den Fall, dass die Justiz nach einer möglichen Verurteilung eine Schadenssumme eintreiben würde. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Matthias Nickolai mitteilte, habe seine Behörde die Einbeziehung der Krematoriums-GmbH in das Verfahren beantragt – zum Zweck der Gewinnabschöpfung. „Dann müssten wir das eben tragen, aber es geht weiter“, sagt Probst dazu.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kempten, vom 03.07.2019.

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