Trotz Kolbenfresser das Ziel erreicht

Memmingen | fro | In Mühldorf am Inn krönte Motorrad-Pilot Tommi Kunert eine überaus erfolgreiche Saison: Der 40-Jährige aus Memmingen gewann mit Beifahrer Markus Eibl seine neunte deutsche Meisterschaft im Gespann-Bahnsport «Das war diesmal ziemlich hart, aber schließlich ging alles gut», berichtet Kunert.

In den vier Vorläufen hatte das Team zwei Siege sowie die Plätze zwei und drei erreicht. «Die ersten vier Teams bewegten sich im Abstand von Hundertstelsekunden. Wir mussten hart kämpfen», erklärt Kunert. Für das Finale änderte er deshalb das Methanol-Gemisch und machte es magerer, damit das Gespann am Start explosiver wurde. Der Schachzug gelang - Kunert und sein 26-jähriger Co-Pilot aus Pfarrkirchen setzten sich sofort an die Spitze. Dort blieben sie auch - bis es auf der Zielgeraden dramatisch wurde. Der Motor kapitulierte vor dem Gemisch, und es gab einen Kolbenfresser. Doch das Team gewann das Rennen noch haarscharf. «Glück gehabt», meinte Kunert, von dem große Anspannung abfiel.

Zum Rennen war der Memminger etwas erschöpft erschienen, da er Mitte September noch an einem Extrem-Endurorennen in Rumänien teilgenommen hatte - und dort nach einem Etappensieg Gesamtdritter der zweithöchsten Klasse wurde. Bereits Ende August hatte er zudem mit Eibl seinen achten EM-Titel in Bielefeld eingefahren.

Im Hause Kunert wird es nun langsam eng, denn im Trophäenschrank ist kein Platz mehr. «Einige Pokale stehen schon im Treppenhaus», so Kunert. Zumindest heuer wird er von weiteren Erfolgen «verschont» bleiben, denn im Bahnsport ist für ihn jetzt Winterpause.

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