Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

IHK Schwaben
Trotz Corona-Krise mehr Unternehmensgründungen im Allgäu

Im Allgäu gibt es trotz der Corona-Krise deutlich mehr Unternehmensgründungen als im Vorjahr, teilt die Industrie- und Handelskammer Schwaben in einem Schreiben mit. (Symbolbild)
  • Im Allgäu gibt es trotz der Corona-Krise deutlich mehr Unternehmensgründungen als im Vorjahr, teilt die Industrie- und Handelskammer Schwaben in einem Schreiben mit. (Symbolbild)
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Im Allgäu gibt es trotz der Corona-Krise deutlich mehr Unternehmensgründungen als im Vorjahr, teilt die Industrie- und Handelskammer Schwaben in einem Schreiben mit. Mit einem Plus von 7,7 Prozent ist die Zahl der neugegründeten Unternehmen auf rund 4.600 Neuanmeldungen gestiegen.

Auch in Bayerisch-Schwaben und Bayern macht sich die positive Gründerentwicklung bemerkbar: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Gewerbeanmeldungen im Regierungsbezirk um 3,6 Prozent, in Bayern um 5,6 Prozent gewachsen. 

Gründungen im Nebenerwerb

Laut IHK zeigt sich auch ein stetiger Anstieg von Gründungen im Nebenerwerb. Bei einem schwierigeren Arbeitsmarkt steigt demnach die Bereitschaft, ein Unternehmen zu gründen. "Das kann in Folge von Arbeitslosigkeit oder parallel zum bestehenden Job geschehen. In einigen Fällen wird also nicht trotz, sondern wegen der gesamtwirtschaftlichen Krise gegründet", sagt der IHK-Gründungsberater Gerhard Remmele. 

Start-ups kommen besser durch die Krise

"Neben den im Allgäu traditionell zahlreichen Gründern im Tourismus und im Handel ist der steigende Anteil von Start-ups mit innovativen und digitalen Geschäftsmodellen auffällig," so Remmele. Die Start-ups kommen laut einer Umfrage besser durch die Krise als etablierte Unternehmen. Der Grund: Viele von ihnen verzeichnen nach Angaben der IHK eine erhöhte Nachfrage und profitieren von ihren zukunftsfähigen Geschäftsfeldern.

"Die Wirtschaftspolitik sollte diesen guten Trend als Ansporn nehmen und mehr für die Start-up-Förderung tun. Gerade Start-ups brauchen dringend bessere Rahmenbedingungen bei der steuerlichen Behandlung von Beteiligungskapital, um den Zugang zu Wachstumskapital zu erleichtern", fordert Peter Leo Dobler, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu.

Gründen wird weiblicher

Auch das Interesse von Frauen, sich selbständig zu machen, scheint demnach zu steigen. Der Anteil von Frauen, die sich von der IHK Schwaben zum Thema Gründen beraten lassen, liegt bei rund 40 Prozent. "Frauen gründen in der Regel risikoärmer, häufig mit weniger Startkapital. Sie gestalten sich einen maßgeschneiderten Arbeitsplatz, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren", erklärt Remmele.

IHK-Umfrage: Allgäuer Unternehmen "leiden unter Beschränkungen"

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