Trotz Absage wollen alle am Ziel festhalten

Marktoberdorf | af | Für ein Mehrgenerationenhaus in Marktoberdorf gibt es keine Unterstützung vom Bundesfamilienministerium. Dies liegt Bürgermeister Werner Himmer und Thomas Hofmann, Kreisgeschäftsführer des als Träger vorgesehenen Roten Kreuzes, nun schriftlich vor. Trotzdem wollen beide am Ziel, in der Stadt ein solches Zentrum für Jung und Alt zu schaffen, festhalten: 'Vom Inhalt und der Notwendigkeit her ist es sinnvoll', sagte Hofmann der AZ. Unklar ist allerdings, wie das Projekt finanziert werden kann.

Zuschlag für Roßhaupten

Kurz vor Toresschluss hatte sich die Stadt mit einem Konzept beim Ministerium beworben. Wäre Marktoberdorf für den Landkreis Ostallgäu zum Zuge gekommen, hätte es bis zu fünf Jahre lang 40 000 Euro pro Jahr an Zuwendungen gegeben. Dieses Geld fließt nun nach Roßhaupten. Dort soll die alte Schule in ein Mehrgenerationenhaus umgebaut werden. Warum Marktoberdorf nicht den Zuschlag erhielt, wird in dem Schreiben nicht begründet, was aber laut Hofmann üblich ist. Bundesweit hatte es 1700 Bewerbungen für 500 Mehrgenerationenhäuser gegeben.

Suche nach anderen Finanztöpfen

'Ich hätte es begrüßt, wenn es nach Marktoberdorf gekommen wäre', sagte Himmer. Fest steht für ihn aber: 'Auch wenn wir nicht in die Förderung kommen, soll das Projekt nicht ad acta gelegt werden. Das Ziel wird weiter verfolgt.' Das will auch Hofmann. Nur: Finanziell könnten weder Stadt noch BRK ein Mehrgenerationenhaus schultern, erklärte Himmer. Eine Überlegung sei deshalb, inwieweit das Angebot in einem städtischen Haus Platz finden kann, um nicht Miete zahlen zu müssen.

Nach einem runden Tisch des BRK mit den übrigen Mitstreitern (Katholische Pfarrgemeinden St. Martin und St. Magnus, Arbeiterwohlfahrt (AWO), Fachberatungsstelle in Erziehungsfragen, Behindertenbeauftragte des Landkreises, Waldtraud Joa) soll nun das Gespräch mit dem neuen Stadtrat gesucht werden.

Dabei soll es darum gehen, so Thomas Hofmann, wie ein solches Haus mittelfristig bei der Innenstadtplanung berücksichtigt werden kann. Auch die finanzielle Seite soll noch einmal beleuchtet werden, denn bei diesem Förderprogramm des Ministeriums gebe es 'keine Hintertür' mehr. Also müsse versucht werden, an andere Töpfe zu gelangen.

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