Marktoberdorf
«Trommelwirbel» für Max Kinker

Ein Trommelwirbel begleitete die Verleihung der Genovefa-Brenner-Medaille zwar nicht. Obwohl er, wie Bürgermeister Werner Himmer in seiner Laudatio sagte, angemessener denn je gewesen wäre. Denn der diesjährige Kulturpreis der Stadt Marktoberdorf ging an Max Kinker, Schlagzeuger und mit diesem Beruf Botschafter der Stadt in vielen Ländern. Die Übergabe fand im Beisein zahlreicher Ehrengäste im Rahmen der letzten Stadtratssitzung in diesem Jahr statt. Und der kräftige Applaus, der Kinker zuteil wurde, war dann doch noch so etwas wie ein Trommelwirbel.

Kinkers Ruf, seine Professionalität und seine Bekanntheit auf vielen Bühnen in Europa, Amerika und Asien, so Himmer weiter, sei fast schon legendär. «Der Name Kinker ist bei Musikern und Musikliebhabern einfach ein Begriff.» Seit vielen Jahren tritt er mit so bekannten Musik-Größen wie Max Greger sen. und jun., Hugo Strasser oder auch Paul Kuhn auf. Ob in Bigbands, in Tanzorchestern, im Symphonieorchester, als Solist oder in Studios: Max Kinker ist international in vielen Stilrichtungen zu Hause. Das kulturelle Leben in Marktoberdorf, so Himmer, bereichere Kinker nicht nur immer wieder mit seinen Auftritten, sondern auch bei den Fasnachtsabenden mit einer eigenständigen Nummer mit seinen Schlagzeugschülern.

Die ersten «Gehversuche» auf dem Schlagzeug unternahm Max Kinker bei der Stadtkapelle Marktoberdorf Anfang der 70-er Jahre. «Bereits damals war Dein Talent als Schlagzeuger erkennbar», erinnerte sich Himmer. Es folgten Lehrjahre beim Musikkorps Garmisch-Partenkirchen und der Konservatoriumssabschluss. Als 24-Jähriger gewann Kinker 1986 den größten deutschen Drummer-Nachwuchswettbewerb. Von da an sei es richtig steil bergauf gegangen, resümierte Himmer.

Vorbild für die Jugend

Nicht nur sein musikalisches Wirken, auch seine Persönlichkeit würdigte Himmer in seiner Laudatio. Der neue Kulturpreisträger sei ein Beispiel dafür, was mit Beharrlichkeit und Disziplin erreicht werden könne. Er sei darüber hinaus ein Vorbild für die junge Generation. Er sei trotz seiner Engagements mit den Stars aus der Musikszene auf dem «Allgäuer Boden» geblieben und frei von Allüren. «Eben ein Oberdorfer Gewächs.»

Dass es aufregender ist, in seiner Heimatstadt solch einen Preis in Empfang zu nehmen als vor großem Publikum zu spielen, bekannte Max Kinker bewegt in seinem Dank an die Stadt. Die Genofeva-Brenner-Medaille werde bei ihm einen «Superplatz» bekommen.

Max Kinker wird am Freitag, 18. Dezember, 20 Uhr, bei «Swinging Christmas» mit Max Greger jun. in der Filmburg zu hören sein. Am Silvesterabend sorgt er im Anschluss an das Kolpingtheater im Modeon ab circa 22 Uhr für musikalische Unterhaltung.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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